Laut einer alten Legende, begab sich im Oktober des Jahres 2017 eine lustige Wandergesellschaft (Carsten Pfaffmann, Lothar Cron, Frank Klein, Gudrun Biesenbach, Ulrike Eichenlaub, Harry Haber, Wolfgang Brunke, Dorothee Krämer, Daniel Weyrauch…) bei absoluter Dunkelheit im Schein ihrer Laternen auf den – wie der Name schon sagt – sagenumwobenen Sagenweg. Man erzählt sich, dass diese Wandersleute binnen drei Tagen den gesamten Wasgau durchstreiften, viele mysteriöse Orte passierten und Unglaubliches erlebten.

Lauscht man den alten Geschichten, soll die ‚besagte‘ Gruppe am 13. Oktober Anno 2017 unfassbare 42 km und 1.700 Hm – trotzdem munkelt man, der Weg ging im großen Mittel bergab – zu Fuß zurückgelegt haben. An einem alten Marktplatz namens ‚Netto‘ in Bundenthal machte sich die Gruppe auf Wanderschaft und überschritt an einem Tag zahlreiche Grenzen, Burgruinen und atemberaubende Felsmassive. Erst kurz vor Einbruch der Dunkelheit und völlig ausgezehrt erreichten die Wanderer ein verlassenes Gasthaus in Fischbach, wo ihnen Speise und ‚raubauziger‘ Trank gewährt wurden. Dort fanden sie – wie von Geisterhand – drei Schlüssel, die ihnen den Zutritt zu ihren Nachtlagern verschaffen sollten.

Der Sage nach, machten sich die Wandersleute am 14. Oktober bei sommerlichem Wetter frisch gestärkt und ausgeruht auf nach Dahn. Im tiefen Wald verließen sie den Geisterweg und gelangten über eine selbst ‚ausbaldowerte‘ Route über das – in den Karten nicht verzeichnete – Schäckers-Loch, den Napoleonsfels und den kleinen Eyberg nach Dahn. Am Abend in der Herberge sollen noch hitzige Diskurse – jedoch ohne groß ‚Zoores‘ und ‚Umuus‘, philosophische Abhandlungen und viel ‚dumm Gebabbel‘ sattgefunden haben. Auch hier saß ihnen der Sagengeist im Nacken, genehmigte sich um 7 Uhr morgens – also vor dem Frühstück – ein Pils und buchte es auf Zimmer 13.

In den alten Legenden wird der 15. Oktober als ein herrlicher Wandertag beschrieben. Die Wandergesellschaft begab sich wieder zu ihrem Ausgangspunkt nach Bundenthal zurück. Dabei sollen sie den Wachtfels, den Hochstein, den Hahnenfels, den Drachenfels, die Buchkammer und vieles mehr überschritten und auf der Burg Altdahn in einem Nebelmeer gebadet haben. Alles in allem überstanden alle Teilnehmer dieses sagenhafte Wagnis gut, obwohl man munkelt, dass der älteste Teilnehmer um die 66 Jahre alt war.

Vielen Dank an unseren Tourenführer Carsten für diese schöne Tour!

Bericht: Daniel Weyrauch

Bilder: Carsten Pfaffmann, Frank Klein