Tourenbericht Sellrainer Berge 08. – 12.08.2026
Teilnehmer: Luisa, Sylvia, Mirjam, Doro, Elke, Bernd, Peter, Alex, Thomas, Matthias, sowie Steffi & Erni
Tag 1: Aufstieg von Sellrain zur Potsdamer Hütte (2.020 m)
Los ging es frühmorgens um 5.45 Uhr vom Bahnhof in Wörth mit einem Stadtmobil und einem PKW in Richtung Österreich. Die Pause legten wir in Dietmannsried ein, wo wir uns stärken und die Toilette aufsuchen konnten. Bis dahin war es verkehrstechnisch super gelaufen. Aber dann kam der Grenztunnel und es zog sich durch die Blockabfertigung dann doch etwas hin. Gegen 12 Uhr kamen wir dann in Sellrain an und es wurde sich zum Aufstieg gerichtet. Dort trafen wir auch auf Doro, die in den Tagen vorher bereits mit dem DAV auf der Kaiserrunde unterwegs gewesen war. Der Aufstieg von Sellrain zur Potsdamer Hütte war dann auch knapp 1.100hm und nach der langen Anfahrt anstrengend. Auf der Hütte wurden dann die Duschen mit Beschlag belegt und fast alle (mit einer Ausnahme!!) wagten die Kaltdusche mit Quellwasser. Das war schon sehr kalt. Zum Abendessen bekamen dann alle das vegetarische Essen, das aus Käferbohnen (eine in Österreich beliebte Hülsenfrucht) bestand und sehr lecker schmeckte. Der Hüttenwirt – so erzählte er uns – versucht so die Regionalität der Produkte mit einzubeziehen.
Tag 2: von der Potsdamer Hütte zum Westfalenhaus (2.273 m)
Am nächsten Morgen wurde pünktlich um 8 Uhr gestartet und es ging über das Hochgraffljoch (2.693 m) ins Lüsental und von dort über den Winterweg zum Westfalenhaus. Der Abstieg vom Hochgraffljoch ins Lüsental betrug über 1.100hm und dann ging es ja noch einmal 600hm hoch. Da die Tour von der Dauer schon recht lang dauerte und immerhin 1.370 hm betrug, gingen bei einigen die Wasservorräte zu Neige und deshalb waren diese dann auch froh, endlich an der Hütte angekommen zu sein. Um überhaupt duschen zu können, wurden die 1 €-Münzen zusammengekratzt. Dieses Mal war der Wasserstrahl nur kalt – nicht eiskalt.
Tag 3: vom Westfalenhaus via Winnebachseehütte (2.308 m) zur Schweinfurter Hütte (2.028 m)
Wieder wurde um 8 Uhr gestartet und es ging über das Winnebachjoch (2.782 m) zur Winnebachseehütte, wo eine Mittagspause mit Kaiserschmarrn und Kuchen eingelegt wurde. Der in einigen Beschreibungen als “malerisch” beschriebene Winnebachsee wurde nicht zum Baden genutzt. Dann ging es noch rund 5 Stunden über das Zwieselbachjoch (2.870 m, der höchster Punkt dieser Tour) und durch das Winnebachkar zur Schweinfurter Hütte. Unterwegs wurde auch noch ein Gruppensteinmännchen gebaut. Wir kamen trocken an, denn der Regen setzte erst deutlich später in der Nacht ein.
Tag 4: von der Schweinfurter Hütte zur Pforzheimer Hütte (2.308m)
Um nicht andere Zeiten einzuführen, wurde wieder um 8 Uhr gestartet. Der Plan war, über das Gleirschjöchl (2.751 m) zur Pforzheimer Hütte zu wandern und am Gleirschjöchl zu entscheiden, ob noch ein Abstecher zum Gleirscher Roßkogel (2.994 m) gemacht wird. Oben angekommen, zogen dunkle Wolken auf und wir trafen einen Wanderer, der wohl gerade einen Wetterbericht abgerufen hatte, in dem Regen und später Gewitter angekündigt waren. Deshalb kurzfristige Umdisponierung: direkter Abstieg zur Hütte. So waren wir dann schon gegen Mittag an der Pforzheimer Hütte. Regen fiel dann nicht und so gingen wir dann auf Anraten des Hüttenwirts (Aussage: die Runde ist auch bei Regen machbar) auf die Seenrunde, um uns noch etwas zu bewegen (230 hm). Abends wurden dann beim Spielen noch Erfahrungen über die optimale Ausnutzung der Duschmarken auf dieser Hütte ausgetauscht.
Tag 5: von der Pforzheimer Hütte via St. Siegmund nach Sellrain
Nach dem Frühstück nahmen wir dann den Abstieg in Angriff. 200hm ging es über einen schmalen Steig runter und die restlichen Höhenmeter über einen breiten Wirtschaftsweg nach St. Siegmund. Nach dem Transfer nach Sellrain mit den Fahrzeugen ging es wieder über die Zwischenstation Dietmannsried in Richtung Pfalz. Wir hatten perfektes Wanderwetter, wunderschöne Hütten, sehr gutes Essen und diverse Duscherfahrungen. Es hat Spaß gemacht und alle sind heil wieder zu Hause gelandet.
Erni











