Teilnehmer: Werner Seiberth, Roland Kaiser, Dr.Klaus Hammer, Wolfgang Herz

Bei sehr instabilem Wetter, die Vorhersage kündigte für nachmittags jeweils Gewitter und Regenschauer an, machten sich vier Teilnehmer am 06.07.12 auf den Weg nach Oberstdorf, wo wir auf dem Parkplatz zur Nebelhornbahn den 5.Teilnehmer treffen wollten. Per Handy erfuhren wir, dass er aufgrund einer Erkrankung in der Familie nicht angereist war. Die Berge waren in Wolken, es regnete jedoch nicht.

Nachdem wir im Edmund- Probst-Haus unsere Lager bezogen hatten, wanderten wir bei dichtem Nebel die 300 m zum Gipfel (2.224 m) und nach einer kurzen Rast wieder zurück, wo wir an der Hütte einen domestizierten Fuchs bewundern konnten. Der Nebel sollte uns die ganzen fünf Tage begleiten. Nachts regnete es, bis etwa 06.00 Uhr.

Als wir gegen 08.00 Uhr zum Prinz Luitpold-Haus aufbrachen, hatten wir ca. 20 m Sicht, die Wege waren glitschig und die Steine und Wiesen nass. Die Nebel hoben sich etwas, es blieb trocken. Aufgrund der schlechten Wegverhältnisse erreichten wir erst nach 6 Std. die Hütte. Gegen Abend klarte es auf, aber nachts regnete es wieder.

Am 08.07., gegen 08.00 Uhr, brachen wir auf zum Hochvogel (2.593 m), die Sonne schien noch. Über den Klettersteig des Kreuzkopfes, (2.288 m), erreichten wir die Scharte zum Hochvogel. Dort kam plötzlich starker Wind auf. Innerhalb weniger Minuten zog es total zu und es begann zu regnen. Einstimmiger Beschluss: Zurück zur Hütte. Der Regen hörte während des Abstiegs wieder auf und gegen Mittag kam die Sonne heraus. Schade!

Nach dem üblichen nächtlichen Regen ging es am nächsten Tag 08.00 Uhr Richtung Landsberger Hütte. Hochnebel bis unter den Fuchsensattel, dem 1. Joch, das wir überquerten. Schmierige Wege und nasse, versicherte Felspassagen begleiteten uns bis zur Landsberger Hütte, wobei man den letzten Kilometer mehr als Rutschbahn als als Weg bezeichnen konnte. Wir waren 8 Std. unterwegs. In dieser Richtung waren wir die einzigen. In der Gegenrichtung waren es sieben Wanderer. Die Landsberger Hütte, 1.820 m hoch, herrlich zwischen zwei Seen gelegen, war ganz gut besucht.

Am letzten Tag etwa 700 m Abstieg in gewohnten Gelände (!) zum Vilsalpsee, von wo wir nach einer ausgiebigen Kaffeepause mit einem Wanderbus nach 1 3/4 Std. wieder in Oberstdorf ankamen. Es lag noch viel Schnee, wir liefen fünf Tage fast nur im Nebel herum, wurden jedoch nicht nass – aber sehr schmutzig….

Wolfgang Herz