Anfang 2019 gründeten Theresa und Wolfgang die Wettkampfgruppe des JDAV Landau. Zweck sollte sein, Jugendlichen zu ermöglichen, zielgerichtet auf Kletter- und Boulderwettkämpfe hinzutrainieren. Dabei ging es zunächst um die mehrmals jährlich stattfindenden JDAV-Jugendcups, aber auch um Funcups, bei denen weniger die Platzierung als vielmehr der Spaß an der Sache zählt.

Als wir also im Januar mit dem Training anfingen, erschien uns der erste Wettkampf noch reichlich abstrakt und weit entfernt (eine genaue Vorstellung vom Ablauf hatten wir schließlich noch nicht), und auch ansonsten mussten wir uns erst kennenlernen und uns an die bisher unbekannte Intensität gewöhnen. Doch wir fanden uns schnell mit der neuen Routine zurecht, und da wir sowohl in Landau als auch in Neustadt trainieren konnten, unseren Trainern nie die Ideen für neue Übungen ausgingen und wir auch als Gruppe besser zusammengewachsen waren, war das Training abwechslungsreich und natürlich auch mit viel Spaß verbunden.

Trotz der Vorfreude war die Stimmung bei unserem ersten Boulderwettkampf in Frankfurt ein wenig gedämpft, wir waren durchaus gut gelaunt, aber auch ein wenig besorgt über die Konkurrenz, die Schwierigkeit der Boulder, den Ablauf…

Tatsächlich waren unsere Sorgen aber unbegründet: Auch wenn wir keine Top-Platzierungen erreichen konnten (obwohl es in einem Fall sogar ziemlich knapp war), war es eine tolle Erfahrung gewesen, und außerdem wussten wir jetzt Be-scheid über die Anmeldung (anstellen, Name sagen, Startnummer bekommen, fertig), über die Art der Boulder (hart) und über die Konkurrenz (ein wenig stärker als wir). Aber in Hinsicht auf unsere nicht einmal zweimonatige Trainingszeit war das Ergebnis mehr als zufriedenstellend.

Weiter ging es mit einigen weiteren Bouldercups und noch mehr Training – jetzt zweimal pro Woche (zusätzlich waren wir meist noch zwei- bis dreimal pro Woche privat in der Halle). Nachdem wir uns in den ersten paar Monaten sehr aufs Bouldern konzentriert hatten (im ersten Halbjahr finden nur Boulderwettkämpfe, im zweiten Halbjahr nur Leadwettkämpfe statt), mussten wir uns irgendwann auf die veränderten Anforderungen beim Vorstieg einstellen. Das bedeutete, dass wir natürlich jetzt vorrangig vorsteigen, aber auch gezielt unsere Ausdauer trainieren würden. Im Wettkampf mit nur einem Versuch eine ziemlich harte Route vorsteigen zu wollen (beobachtet von einem ungewohnt großen Publikum) war zwar etwas merkwürdig – aber einen eigentlich „unmöglichen“ Zug oder gar eine der Schlüsselstellen zu schaffen ist einfach ein himmlisches Gefühl!

Danke an Theresa und Wolfgang und auf eine weitere tolle Saison!

Du hast Interesse am Wettkampf? Dann melde dich bei wolfgang.urbany@dav-landau.de!

Verfasst von Moritz Braun