Tag 1: Anreise & Aufstieg Turtmannhütte (2519m)

Die Anreise von Landau bis in das Turtmanntal verläuft problemlos. Beim kurzen Hüttenaufstieg können die Teilnehmer bereits einen Blick auf die Ziele der Hochtouren werfen. Angekommen auf der Turtmannhütte wird zunächst die Planung der nächstem Tage besprochen. Gelangweilt von der Vorstellung das Barrhorn mühsam auf seinen sandigen, bröseligen Wegen zu erklimmen, wird das Ziel kurzerhand verworfen. Attrakriver erscheint das Brunegghorn (3833m). Der Gipfel bietet im Gegensatz zum Barrhorn bei weitem mehr Möglichkeiten sich auf das alpine Gelände der nächsten Tage einzugewöhnen. Außerdem verrät uns das Hüttenbuch, dass unser Ziel nur selten besucht wird, somit versprechen wir uns zudem etwas Ruhe und Abgeschiedenheit. Nach erfolgter Planung folgt der Austausch über bereits gesammelte Erfahrungen am Berg. Wenig überraschend können hier vor allem die „alten Hasen“ mit ihren Geschichten punkten, bei denen die Jungen gespannt bis in den Abend zuhören.

Tag 2: Brunegghorn (3833m)

Am nächsten Tag geht’s los zum ersten Ziel der Hochtour: das Brunegghorn! Nach kurzem Aufstieg über das Gässi wird von einem Teilnehmer eine schwere Wahl getroffen. Trotz großer Motivation muss er sich eingestehen, den Anforderungend der Tour nicht gewachsen zu sein. Beeindruckt von der Stärke, die seine Entscheidung erfordert, verabschiedet ihn die Gruppe in Richtung Hütte. Es geht weiter auf den Brunegggletscher, der einen sehr ausdauernden Teil der Tour darstellt. Zum Gipfelgrat hin beträgt die Steigung bis zu 35 Grad. Als zweite Seilschaft des Tages erreichen wir den Gipfel und reichen uns die Hände. Ehrfürchtig blicken wir hinüber auf das Bishorn und das Weisshorn. Nach kurzer Pause geht es zum Abstieg über den mittlerweile weich gewordenen Schnee des Brunegggletschers. Dies gestaltet sich so mühsam, dass die Gruppe beschließt die nächsten Tage zügiger voranzukommen.

Tag 3: Übergang Tracuithütte (3256m)

Ein ereignisreicher Hüttenwechsel! Abwechslugsreiche Wege und Aussichten, sowie atemberaubende Gletscherspalten. Angekommen auf der Tracuithütte darf die Gruppe das Panorama der heutigen Unterkunft bestaunen. Das Bishorn im Blick, sowie eine Menge BergsteigerInnen im Rücken lässt uns einen Entschluss fassen. Möglichst früh aufzusteigen, um zumindest beim Aufstieg die Illusion der abgeschiedenen Bergsteigergruppe zu erzeugen. Die wird jedoch direkt durch die Hüttenleitung verworfen. Ein früheres Frühstück ist nicht erlaubt. Somit fällt der Start auf 04:00 Uhr.

Tag 4: Bishorn (4153m); Übergang Turtmannhütte (2519m)

Nach einer erholsamen Nacht und einem reichhaltigen Frühstück startet die Gruppe Richtung Gipfel. Wissentlich, dass nach dem Auf/ und Abstieg erneut der Übergang zu bewältigen war, schreitet die Gruppe zügig auf den Gipfel. Ähnlich wie beim Barrhorn bedarf es hier der Ausdauer die Höhenmeter auf dem Firn erfolgeich abzuleisten. Dies gelang der Gruppe zügig und die Teilnehmer konnten sich früh am Tag gegenseitig beglückwünschen. Nach erfolgten Handschlägen und obligatorischen Gipfelbildern schritten wir gemütlich durch den noch harten Firn nach unten. Dort wurde eine kleine Pause eingelegt. Dann machten wir uns auf den Weg zurück zur Turtmannhütte. Dieser verlief ohne Probleme und die Gruppe konnte am Abend ausgelassen an den Feierlichkeiten des Nationalfeiertags der Schweiz teilnehmen. Bis zum Zapfenstreich wurden erneut Geschichten erzählt und die Erlebnisse der letzten Tage resümiert.

Tag 5: Abstieg und Heimreise

In den letzten Tag verschont, traf es die Gruppe letzlich beim Abstieg: Regen. Wenig beeindruckt marschierten wir hinunter ins Tal und machten uns auf den Heimweg.

Am Ende bleiben allen Teilnehmern viele neue wertvolle Erfahrungen und Erlebnisse. Ein großes Dankeschön an unseren Tourenführer, der dies möglich machte. Seiner Erfahrung und dem Vertrauen in jeden Einzelnen der Gruppe ist es zu schulden. dass zahlreiche kleine Abenteuer erlebt werden konnten. In diesem Sinne: Vielen Dank Michael!

Bericht: Phillip Haag