Einleitung

Seit Januar 2019 existiert nun die Wettkampfgruppe des JDAV Landau. Wir treffen uns zweimal pro Woche zum Training in der Kletter- oder Boulderhalle.
Nach dem Warm-up, das aus Dehnen und Mobilisieren besteht, geht’s ans Boulder bzw. Klettertraining, das heißt wir projektieren, bouldern aus, versuchen Routen im ersten Versuch zu klettern oder machen Ausdauertraining. Dabei filmen wir uns oft gegenseitig, sowohl um ein Gefühl für die Zeit zu bekommen, die man braucht um eine Route zu klettern, als auch um danach unsere Fehler zu erkennen und zu verbessern. Zum Schluss gibt’s dann nochmal einen Kraftzirkel und einige Dehnübungen.
Wir trainieren auf Kletter- und Boulderwettkämpfe hin, hierzu fahren wir in verschiedene Hallen und zu Landestrainings.
Der folgende Text berichtet über einige Ausschnitte aus dem vergangenen halben Jahr als Wettkampfgruppe.

16.2.2019

Der Wecker klingelt. Es ist halb fünf . Und Samstag. Warum nochmal? Ahhhhh – langsam dämmert mir wieder der Gedanke mit dem ich gestern Abend eingeschlafen bin – heute sind offene Hessische Bouldermeisterschaften in Frankfurt. Der erste Wettkampf für uns als Trainingsgruppe. Da Aufregung und Vorfreude immer größer werden bin ich auch ganz schnell wach. Wenig später treffen wir uns in Landau und dann heißt es: Ab nach Frankfurt!

Dort angekommen sieht man glaube ich an unseren kurz verwirrten Blicken, dass wir sowas noch nie gemacht haben, aber nachdem wir uns ein bisschen im chaotischen Getümmel aus Athleten, Trainern und Schiedsrichtern zurechtgefunden haben kann´s auch schon losgehen.
Jeder von uns hat fünf Boulder zu meistern, die der jeweiligen Altersklasse zugeschrieben sind. Jeder dieser Boulder darf maximal vier Mal versucht werden, es gibt also zwei Kampfrichter pro Boulder, die die Versuche dokumentieren und schauen, dass auch alles mit rechten Dingen zugeht. Für all das gibt’s 2 ½ Stunden Zeit … und die können wir glaube ich alle absolut genießen: Zwar heißt es vor jedem Einsteigen erstmal warten bis man an der Reihe ist, aber dann wird gesprungen, gehangelt, gezogen – kurz gesagt – gebouldert;)
Große Freude (und Hunger) erweckt auch das Athletenbuffet. Vielleicht weil es dort leckeren Kuchen gibt? Oder Nutellabrötchen? Man weiß es nicht, aber wenn ich das richtig beobachtet habe, ist die Begeisterung groß.
Am Abend liegt ein Wettkampf hinter uns, der einfach Freude gemacht hat und uns viele neue Erfahrungen gegeben hat, die wir bei den folgenden Wettkämpfen sicher noch brauchen werden.

März

Diesen Monat steht ein Landestraining mit dem Team Rheinland-Pfalz in der neuen Boulderhalle in Bexbach an. Wir „simulieren“ das Finale eines Wettkampfs, üben also mit Zeitlimit und einem klaren Ablauf zu klettern. Danach wird jeder Boulder mit einem Trainer und der jeweiligen Altersgruppe einzeln durchgesprochen, es gibt Kritik, Fragen und Verbesserungsvorschläge, sowohl zur Technik, als auch zur Taktik und Herangehensweise. Zum Abschluss darf sich jeder an beliebigen Bouldern austoben, es finden sich schnell kleine Gruppen und neue Freunde. Dann gibt’s noch eine Session an der Koordinationsleiter, was zu Knoten im Gehirn und in den Beinen, zu vielen Lachern, vor allem aber zur Koordination beiträgt.

Ein weiteres Event im März sind die Rheinland-Pfalz Meisterschaften im Bouldern, welche in Kaiserslautern stattfinden. Die Wettkampfatmosphäre und die Menschen sind diesmal schon bekannt, und so finden wir uns schnell ein, können uns aufwärmen und starten. Der Ablauf ist der gleiche wie in Frankfurt, nur dass wir alle etwas wacher sind. Somit können wir den Wettkampf stolz mit drei Podiumsplätzen für die Sektion Landau abschließen: ein gelungener Tag!

Anni hat sich für den deutschen Jugendcup in Bexbach qualifiziert, der am 16.03. stattfindet. Herzlichen Glückwunsch:)

Auch bei den Studio Block Masters in Pfungstadt sind einige dabei. Beim Beobachten der echten Klettergrößen gibt’s hier nochmal einen ordentlichen Motivationsschub.

April

Die Osterferien starten gut, für einen Teil der Gruppe geht es nach Innsbruck zum Trainingscamp mit dem Team Rheinland-Pfalz. Als wir uns nach den Ferien wieder sehen ist das Strahlen im Gesicht groß und die Begeisterung über die wohl gelungene Zeit noch größer.

Inzwischen trainieren wir Montags drei Stunden und Mittwochs zwei Stunden, die Teilnehmerzahl ist zwar auf vier gesunken, allerdings ermöglicht das uns ein sehr gutes und intensives Training, da ein Trainer für zwei Leute zuständig sein kann, das ist wirklich gut!

Mai

Am 04.05 heißt es wieder: „Der frühe Vogel fängt den Wurm.“ Bereits um fünf Uhr stehen wir in Landau und sind bereit zur Abfahrt zu den Nordrheinwestfälischen Landesmeisterschaften im Stuntwerk in Köln. Tolle Halle, spaßige Boulder, nette Menschen und ein riesiger Trainingsbereich, in dem wir uns nach unserer Quali austoben können. In Bezug auf den Wettkampf haben wir den Wurm an diesem Samstag nicht unbedingt alle gefangen, aber es hat sich trotzdem gelohnt so früh aufzustehen, für einen weiteren spannenden Wettkampftag.

Juni

Die Temperaturen steigen, und mit ihnen auch die Anzahl der Klassenarbeiten die wir alle zu meistern haben, bevor es in die wohlverdienten Sommerferien geht. Auch wenn wir dadurch nicht immer ganz bei der Sache sind, bietet das Training einen tollen Ausgleich zum Lesen, Schreiben und Lernen.
Außerdem stehen die ersten Leadwettkämpfe an, zum Beispiel die Rheinland-Pfalz-Meisterschaft in Frankenthal. Um uns darauf vorzubereiten besuchen wir einige Male das Training der dortigen Wettkampfgruppe.

Am 14.06 geht es für die Gruppe nach Kassel zur hessischen Meisterschaft, die einen Tag später stattfindet. Es wird also in der Jugendherberge übernachtet und natürlich darf auch der abendliche Fotoshoot mit den coolen Team RLP Shirts nicht fehlen, bevor es am nächsten Morgen los geht.

Und jetzt muss ich mich noch kurz bedanken! Danke an den DAV der uns all das überhaupt ermöglicht: die Startgebühren, die Fahrtkosten, die Trainingsgeräte und Halleneintritte: ein großes Danke!

Last but not least: Theresa und Wolfgang.
Danke, dass ich jeden Montag und jeden Mittwoch mit Vorfreude in die Halle kommen darf und mit einem noch größeren Grinsen wieder nach Hause gehe. Danke, dass ihr uns zuhört und zuschaut, uns verbessert, trainiert, eure Zeit aufwendet um uns so ein tolles Training zu gewährleisten, uns bei jeder Tages und Nachtzeit zu Wettkämpfen fahrt und dort für uns da seid. Dafür, dass ihr euch in unser Training reindenkt, Bescheid wisst und alles so umfassend und ausgeglichen wie möglich gestaltet.

Dieser Text wurde mit großer Begeisterung und Freude an den Erinnerungen geschrieben und ich denke wenn ich das sage, spreche ich für die ganze Gruppe, für vier kletterbegeisterte Jugendliche, die Ihr durch Euer umfassendes Training ein gutes Stück weiterbringen konntet. Vielen Dank!

Marike Schnitzler