Ausbilder: Wolfgang und Steffen / Teilnehmer: Marvin, Anna-Lena, Marc, Kevser, Daniel

Tag 1 (02.07.2019)

Nach einer gemütlichen Anfahrt trinken wir Kaffee am Gepatsch-Haus und steigen, durch das vom Gletscher ausgeschliffene Tal, auf zur Rauhekopf-Hütte. Beim Aufstieg beginnt auch schon der Kurs, denn wir kommen auf den Gletscher und dürfen erste Gehübungen mit den Steigeisen machen. Bis zur Hütte queren wir einige Schneefelder und suchen uns den Weg entlang der spärlichen Markierungen. An der Hütte werden wir vom Hüttenteam (Rainer, Bastian und später auch Elaine) herzlich aufgenommen. Wir beziehen unser Lager. Am Abend heißt es noch Standplatzbau am Übungsfels vor der Hütte. Nach dem Abendessen fallen alle müde ins Bett.

Tag 2 (03.07.2019)

Nach einer ruhigen Nacht verschlafen fast alle. Gegen 09:00 Uhr steigen wir ca. 100Hm bis unterhalb des Rauhekopfes auf. Hier üben wir nochmals Standplatzbau, Abseilen und Selbstrettung. Gegen Mittag schlägt das Wetter um, und wir steigen im Gewitter ab zur Hütte. Kaffee und Kuchen, bis die Kleider wieder trocken sind. Am Nachmittag stehen Mannschaftszug, lose Rolle, Anseilen in der Seilschaft und setzen eines T-Ankers auf einem Schneefeld unterhalb des Rauhekopfes auf dem Programm. Beim Auf-und Abstieg führen wechselnde Teilnehmer die Gruppe an. Am Abend planen wir zusammen die morgige Tour zum Gepatsch-Joch.

Tag 3 (04.07.2019)

Gegen 08:00 Uhr steigen wir auf zum Gepatsch-Gletscher, seilen an und überqueren den Gletscher in Richtung Gepatsch-Joch. Unterwegs erarbeiten wir u.a. Lehrgangsinhalte wie Begehen eines Gletschers in der Seilschaft, Wegfindung auf dem Gletscher, Spuren im Schnee und richtige Wahl der Geh- bzw. Aufstiegsgeschwindigkeit in der Seilschaft. Unterhalb des Gepatsch-Joches wartet eine schöne Gletscherspalte auf uns. Hier dürfen wir nochmals Mannschaftszug, lose Rolle sowie Selbstrettung durchführen. Nach einen langen, heißen Tag wird am Abend die Außendusche der Rauhekopf-Hütte getestet. Nach dem Abendessen stehen noch Gurtorganisation und Kartenkunde auf dem Lehrplan. Dabei planen wir die morgige Tour zur Weißseespitze.

Tag 4 (05.07.2019)

Heute steht eine klassische Hochtour auf dem Plan. Gegen 08:00 Uhr steigen wir auf in Richtung Weißseespitze (3498m). Nach einem 3,5 stündigen Marsch durch die weiße, wellige Gletscherlandschaft stehen wir auf dem Gipfel und haben bei bestem Wetter und Windstille eine grandiose Aussicht. Unterwegs bekommen wir immer wieder wichtige Informationen von unseren Ausbildern Wolfgang und Steffen. Nach der Gipfelrast machen wir Rutsch- und Sturzübungen an einer steilen Schneeflanke. Am späten Nachmittag kehren wir zur Rauhekopf-Hütte zurück. Heute hat Elaine vom Hüttenteam Geburtstag und es gibt Schnaps aufs Haus. Auch dieser Tag endet mit einer Theorieeinheit zum Thema Erste Hilfe am Berg und alpine Gefahren.

Tag 5 (06.07.2019)

Heute erwartet uns der Höhepunkt unserer Ausbildungswoche. Wir steigen ab zum Fuße des Eisbruchs und steigen in diesem auf bis zum Gletscherplateau. Auch dieser Tag ist gefüllt mit Lehrinhalten. Seilschaft im Eisbruch, Wegfindung im Eisbruch, Beurteilung von Schneebrücken, Standplatzbau mittels Eisschrauben, Abalakov Eissanduhr, Abseilen mit Steigeisen, Einrichten und Begehen eines Geländer- Seils, Anlegen einer Eisbirne, Einsatz von Steigeisen und Pickel im Eis und gehen am laufenden Seil mit und ohne Rücklaufsperre. Gegen 15:00 Uhr steigen wird oben aus dem Eisbruch aus und laufen über den Gletscher zurück zur Hütte. Leider ist diese – aufgrund spontaner Hüttengäste – leicht überfüllt. Wir entscheiden abzusteigen und die letzte Nacht im Gepatsch-Haus zu verbringen. Beim Abstieg kommen wir in ein kurzes Gewitter, werden aber am Abend mit einem guten Abendessen im Gepatsch-Haus herzlich aufgenommen.

Tag 6 (07.07.2019)

Abreise nach Landau. Wir sitzen 7,5 Stunden im Auto.

Alle Teilnehmer danken den Ausbildern Wolfgang und Steffen für eine sehr schöne und lehrreiche Hochtouren-Ausbildungswoche und Marc für die sichere und entspannte Autofahrt.

Bericht: Daniel Weyrauch

Bilder: Anna-Lena Klingler