Brandner Tal, 15.07. – 19.07.2016

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Teilnehmer: Dr. Klaus Hammer, Dr. Werner Seiberth, Karin Fix, Dieter Klemens

Roland Kaiser, musste kurzfristig wegen Erkrankung absagen.

Leitung: Wolfgang Herz

Nachdem der Wetterbericht ein Ende der Regenperiode in den Alpen vorhergesagt hat, brechen wir frohgemut auf zu unserer Tour ins Brandner Tal. Gegen Mittag erreichen wir den Parkplatz an der Lüner- See- Bahn bei Brand und zu Fuß die Douglashütte (1980m) über den „Bößen Tritt“ in 1 1/2 Std. Es ist sehr frisch, aber trocken. Die Douglashütte ist zwischenzeitlich ins Eigentum der Ill-Werke übergegangen und nicht mehr im Eigentum der ÖAV-Sektion Vorarlberg. DAV Mitglieder erhalten jedoch weiter die üblichen Vergünstigungen, Wegen des Wochenendes und der erwarteten Wetterbesserung ist die Hütte gut belegt, Hüttenathmosphäre gibt es hier nie und das Wenige wird noch weiter abnehmen.

Am Samstag (16.7.) ist eigentlich die Schesaplana (2965m) angesagt. Bei bestem Wanderwetter brechen wir gegen 08.30 auf. Auf dem Weg zur Totalphütte (2318m) nehmen die Schneereste immer mehr zu und erreichen an der Hütte etwa 40 cm. An die Besteigung der Schesaplana (60-80 cm Schnee) ist daher nicht zu denken. Nach einer Rast bei schönsten Wetter und Tiefschnee steigen wir wieder zum See ab und umrunden ihn bis zur Douglashütte. Einige machten noch einen Abstecher zur Lüner Krinne (2165m). Das Wetter wird zusehends besser. Die tte ist voll belegt.

Am Sonntag geht es weiter zur Heinrich Hüter Hütte (1768m). Nach 200m Abstieg geht es bei besten Verhältnissen aufwärts ins Saulajoch, 2065m, wo wir unser Gepäck deponieren. Auf dem DAV-Weg geht es zum Saulakopf, 2517m, der eine herrliche Rundumsicht bietet. Gegen 14.00 Uhr erreichen wir die Heinrich.Hüter-Hütte. Die gut geführte Hütte vermittelt noch etwas Alpenvereinsathmosphäre….

Am Montag ist unser Ziel die Sarottlahütte (1611m) Nach dem Anstieg zum Zimbajoch, 2387m, der sich die letzten 200 Höhenmeter als leichter Klettersteig präsentiert, sind wir die ersten, die nach dem Neuschnee den Abstieg zur Sarottlahütte machen. Auf den immer vorhandenen Altschneeresten liegt noch eine Schicht Neuschnee, welche besondere Aufmerksamkeit erfordert. Danach gibt es noch eine kurze Klettersteigpassage, bis wir dann auf normalen Wegen die Hütte erreichen. Insgesamt eine schon etwas anspruchsvolle Wanderung….

Die Sarottlahütte wurde im Winter 1999 von einer Lawine „plattgemacht“. Der Neubau wurde mit dem Komfort der alten Hütte errichtet (2 Toiletten, keine Duschen und kein warmes Wasser oder Steckdosen). Die Hütte hat keine Fahrstrasse, sie wird per Rucksack von einem nepalesischen Träger versorgt, entsprechend groß ist die Speise- und Getränke karte…. Die Hütte lebt hauptsächlich von Tagesgästen.

Am Dienstag 2 1/2 Std. Abstieg auf teilweise sehr schlechten Steigen nach Brand, von wo aus dann einige per Anhalter zum Auto am Parkplatz der Seilbahn trampen und den Rest in Galaverda/Brand einsteigen lassen. Weiterhin Spitzenwetter!!!

Bericht: Wolfgang Herz