Leitung: Andrea Waldhier

Teilnehmer: Heidi, Stefan, Gabi, Petra, Judith, Daniel

Prolog:

Wie zu fast jeder alpinen Unternehmung treffen alle am Donnerstag morgen zum vereinbarten Zeitpunkt, um 05:00 Uhr in aller Herrgottsfrühe am DAV-üblichen Parkplatz in Landau ein.

Man hat sich im Vorhinein, aus logistischen, sowie ökonomischen Gründen geeinigt das Stadtmobil von Carsharing zu mieten, um die Reise in alpine Gefilde anzutreten.

Außerdem ist ein etwas größeres Auto vorteilhaft, um die 2m langen Langlaufskier zu verstauen.

Auf der Straße läuft es verkehrstechnisch traumhaft, wie nie zuvor, sodass wir bereits gegen 10:00 Uhr an unserer Pension in Scharnitz ankommen und Zimmer beziehen.

Tag 1:

Tag Eins beginnt mit der Aufsplittung der Gruppe.

Für meine Mutter Judith, Gabi und meine Wenigkeit ist der Begriff „Skilanglauf“ bis dato eine unerforschte Weite, weswegen wir drei als Einstieg einen zweistündigen Anfängerkurs absolvieren, der die grundlegenden Bewegungs-, Abfahrts-, Bremstechniken etc. beinhaltet.

Der Rest der Gruppe nimmt als Auftakt die Klammgeist in Angriff, eine wunderschöne urige Gaststätte ca. 10km vom Startpunkt in Leutasch entfernt.

Zu gutem Abendessen beim nahegelegenen Italiener, wird über das neu Erlernte gefachsimpelt, zudem wird in der abendlichen Runde für die „Auswärtigen“ über die pfälzische Sprache referiert.

Tag 2:

Jetzt gilt es für die Neulinge, wie auch mich, das neu Erlernte anzuwenden. Wie sich herausstellt, funktioniert es ganz gut, da die meisten Bewegungen intuitiv sind.

Wir starten den zweiten Tag auf einer blauen Loipe, beginnend in Leutasch.

Unterwegs wird viel herumexperimentiert und ab und an ein paar Sprints hingelegt.

Nach knapp 2h und neun gefahrenen Kilometern erreichen wir Moos und legen eine kurze Regenerationsrast ein.

Es folgt eine kurze Passage auf dem sogenannten „Skatingzentrum“, bis zur „Mundeknie“, einer schwarzen steilen Loipe, bei der zur Bewältigung die V-Haltung, sowie kurze Sprints angenommen werden.

Auf der Muggenmoosalm angekommen, erwartet uns eine urige Hütte, in der wir unser Mittagessen zu uns nehmen.

Gestärkt und voller Elan geht’s auf der nahegelegenen Muggenmoosloipe zweimal im Kreis bis es dann richtig spannend wird, denn nun folgt eine etwas längere Abfahrt auf der schwarzen Loipe „Mundeknie“. Hier darf herumexperimentiert werden und jeder probiert diverse erlernte Abfahrtstechniken, wie bsp. den klassischen Pflug aus.

Der Rückweg erfolgt schon fast unspektakulär auf der „Obern“ bis hin zur Polishütte.

Hier lernen wir das bis dato unbekanntes Getränk „heiße Marille“ kennen, das sich noch als Dauerbrenner auf dieser Langlauftour etablieren wird.

Am Abend trifft man die Entscheidung in den nahegelegen Risserhof einzukehren und den Tag bei ungarisch angehauchtem Abendessen Revue passieren zu lassen.

Tag 3:

Wir fahren, wie am Vortag, erneut die blaue Loipe „Obern“ Richtung Moos, um zu unserer eigentlichen geplanten Route, dem sogenannten „Katzenloch“ zu gelangen.

Es geht angenehm in mittlerer Schwierigkeit den Berg hoch.

Es folgen wunderschöne, kurvige Passagen in einer idyllischen Winterlandschaft, die bei besten Wetterverhältnissen gänzlich bewundert werden kann.

Auf der Höhe angekommen, folgt nun eine sehr steile Abfahrt in einer Rechtskurve, weswegen sich einige aus der Gruppe entscheiden, die Passage lieber zu Fuß abzugehen, denn legen fast alle einen filmreifen, jedoch harmlosen Sturz hin.

Mittag machen wir auf der Ropferstub’m vor wunderschönem Panorama. U.a. kann man die nahegelegene „hohen Munde“, einen 2700m hohen Berg, sowie das Inntal bewundern.

Gestärkt geht’s weiter auf einer Berg- und Talfahrt, bei der sich gerade die kurvigen und steilen Abfahrten als besonders spaßig erweisen.

Nach Abschluss des „Katzenlochs“ muss man mit Bedauern feststellen, dass eine Eisrallye und die damit verbundene Lärm- und Abgaskulisse, die winterlich alpine Atmosphäre erheblich stört.

Auf dem Heimweg fahren wir auf der sehr amüsanten „Waldloipe“ zurück Richtung Leutasch.

Hier geht’s ähnlich wie beim „Katzenloch“ immer wie bergauf, sowie bergab.

Man stellt fest, dass es doch noch recht früh am Tage ist und fasst den Entschluss, wie am Tag zuvor, die Polishütte aufzusuchen, denn das am Vortag neu entdeckte Getränk, konnte aus herausstechenden Gütegründen nicht vernachlässigt werden.

Tag 4:

Wir müssen mit Bedauern feststellen, dass nun schon der finale Tag anbricht.

Nachdem am Vorabend noch diskutiert wurde, ob man nun das Kirchplatzl mit der schwierigen Loipe Plaik in Angriff nehmen soll, entschied man sich dann doch zum Ausklang eine gemütliche Loipe zu befahren.

Auf knapp 10km geht es bei leichtem Rückenwind und größtenteils bergab Richtung Unterleutasch zum Klammgeist. Nun haben auch meine Wenigkeit, sowie Judith und Gabi, die Möglichkeit das urige Gasthaus und dessen lustigen Wirt zu bewundern.

Nach einer äußerst schmackhaften Kasspressknödelsuppe, fahren wir auf selbiger Loipe zurück nach Leutasch. Der nun herrschende Frontalwind erschwert das Vorankommen leicht, doch sehen wir es als Ausdauertraining an.

Natürlich wird zum Abschluss dieser viertägigen Langlaufexpedition die Polishütte bereits zum vierten Mal angesteuert, denn die heiße Marille hört man bereits kurz nach dem Klammgeist. Diesem Ruf muss man natürlich schleunigst nachkommen.

Wir genießen die letzten sonnigen Minuten vorm winterlichen Alpenpanorama, bevor es zurück in die Pfalz und den alltäglichen Rhythmus geht.

An dieser Stelle möchte ich mich bei der hervorragend geselligen Truppe bedanken für vier wunderbare& spaßige, zum Teil auch anstrengenden Tage.

Besonderer Dank geht an Andrea für die Leitung und die ganze Organisation unseres Langlaufabenteuers 2019.

Nach anfänglicher Skepsis, stelle ich mit Bewunderung fest, dass sich Skilanglauf als eines meiner neuen Hobbies etabliert hat.

Bericht: Daniel Glaser