Teilnehmer: Markus mit Thorin, Manfred, Otto, Heino, Lothar, Maria und ich Corinna. Leider mussten Alex und Martin wegen Krankheit absagen…

18.Februar:

8 Uhr Treffpunkt in Insheim und Abfahrt nach Österreich. Nach guter Fahrt erreichen wir um 13 Uhr Latschaun am Lüner See, unseren Ausgangspunkt zur Lindauer Hütte. Hier heißt es aufsatteln und um 13 Uhr 40 starten wir die 700 Hm Richtung Hütte. Zuerst auf dem Schlittenweg und später durch den Wald. An einer einsamen Hütte mit Sonnenbank gibt es erst mal noch ne ausgiebige Rast, bis wir 17 Uhr die Hüttte auf 1708m erreichen. Hier heißt es Zimmer beziehen, Maria und ich im Doppelzimmer, Markus mit Thorin im Einzelzimmer und die 4 Männer in einem 8er Lager. Die Hütte ist gemütlich, mit einem gewissen „Comfort“ und einer guten Küche…Was uns nach dem Abendessen, einem 4 Gang Menue mit Auswahl bei der Hauptspeise vegetarisch oder Fleisch, bewußt ist. Wir lassen den Abend gemütlich ausklingen.

19. Februar:

Tour zur Drusenfluh, auf den großen Drusenturm (2830m)

Nach einem ausgiebigem Frühstück starten wir um 9 Uhr und laufen auf dem Sommerweg, der sich sehr steil den Hang hinauf schlängelt. Sichere Spitzkehrentechnik, die uns Markus perfekt vorführt, ist in der glatten Spur wichtig. An der 1. Schlüsselstelle, einer Querung eines 40°-44° steilen Hanges, schnallen wir die Ski ab und tragen sie ein Stück. Dann geht’s wieder auf den Skiern weiter. Nach einer kleinen sonnigen Rast im Sporasattel geht es wieder in unzähligen Spitzkehren über die 2. Schlüsselstelle, wieder 40° bis 44°, diesmal auf Ski, Richtung Gipfel.

100 Höhenmeter unterhalb des Gipfels bleibt Heino zurück, der Rest zirkelt sich weiter nach oben und erreicht um 13 Uhr den Skigipfel! Obligatorisches Gipfelfoto, schnell abfellen und anschnallen, da es windet. Wir fahren bis in den kleinen Sattel zu Heino ab und dort dann die verdiehnte Pause. Jetzt kommen die steilen Passagen der Abfahrt über die 2. Schlüsselstelle. Aber alle kommen gut an dem Sporasattel an. Hier wechseln wir und fahren nicht über die Aufstiegsspur, sondern durch den Sporatobel weiter ab. Ich quäle mich ziemlich in dem windverblasenen harten Schnee oder Bruchharsch, aber wir kommen sicher unten an. Hier geht es dann auf einem Art Ziehweg Richtung Hütte. Um 15 Uhr sitzen wir beim Gipfelbier und stoßen auf den tollen Tag , mit einer anspruchsvollen Skitour bei Traumwetter, an!!

20.Februar:

Heute steht die Sulzfluh (2817m) auf dem Programm

7 Uhr Frühstück, 8 Uhr Abfahrt auf dem Schlittenweg bis ca 100 Hm unterhalb der Hütte. Hier wechseln wir in den Wald und schlängeln uns Richtung Fuß des Latschenwäldchens, der 1. und einzigsten Schlüsselstelle der Tour. Hier geht es auf 60 Hm in 42°bis 44° steilem Gelände nach oben. Zuerst ist die Spur sehr gut, dann heißt es abschnallen und die Ski auf den Rucksack. Dummerweise bricht mir beim Skiabschnallen die Spur weg und ich lande 2 Meter tiefer… In anstrengendem Tiefschneegewühl kämpfe ich mich wieder mit Hilfe von Lothar nach oben. Also dann die Ski auf den Rucksack und weiter aufwärts. Die Spur ist weiter sehr griffig und wir schrauben uns durch den Rachen Richtung Gipfel. 12 Uhr 15 stehen wir am Gipfelkreuz. Hier werden wir mit einem herrlichen Panorama belohnt. Nach einer Rast etwas unterhalb, windgeschützt geht es zur Abfahrt. Da der Schnee heute „homogener“ist, ist die Abfahrt, besonders durch den legendären Rachen, ein Genuß. Alle sind begeistert… Dann geht es weiter durch den Latschenwald in einer abenteuerlichen Abfahrt, mit Tragepassage, wieder zurück. Nach den 100 Hm Aufstieg kommen alle glücklich an der Hütte an. Wir lassen den schönen Tag mit einem gemütlichen Abend und viel Rotwein ausklingen.

21. Februar:

Dritter Tag, wir planen eine einfachere Tour durch das Drusentor zur Carschinahütte (Schweiz) und zurück.

Gemütlich beginnt auch das Frühstück um 7 Uhr 30. Um 9 Uhr starten wir auf vom 1. Tag bekannten Weg. Leider ist es schon bewölkt und windig. Wir zirkeln uns nach oben und biegen ca in der Hälfte des Aufstiegs nach links Richtung Tor ab. Kurz unterhalb des Durchgangs fängt es an zu stürmen, wir werden fast aus der Spur geblasen. Die Spitzkehren werden zum Balanceakt… Markus und Maria schauen hoffnungsvoll in die Schweiz Richtung Carschinahütte, aber auch dort ist das Wetter grau, windig mit schlechter Sicht. Wir kehren um, abfellen und schnellstens aus dem Sturm…Bei der Abfahrt erwischen wir sogar noch ein kleines Stück Pulver, der Rest ist überwehter Brucharsch. Aber bei Allen klappt die Abfahrt mehr oder weniger elegant! Um 12 Uhr erreichen wir wieder die Lindauer Hütte. Im Laufe des Nachmittags fängt es an zu schneien.

Am Sonntag fahren wir dann bei 15 cm Neuschnee und null Sicht ins Tal zu unseren Autos.

Zu erwähnen ist noch unser 8. Gruppenmitglied Thorin, der Hund von Markus. Als Hütehund hat er immer versucht seine Herde zusammen zu halten. Manchmal wollte er auch ganz begeistert andere Skifahrer in seine Herde aufnehmen. Nur Maria hat er in der Abfahrt nie eingeholt… Aber er hat in diesen Tagen sehr viel gelernt und lag abends platt unter dem Tisch. Ich glaube Thorin hatte seinen Spaß und wir auf jeden Fall auch…!!!

Danke für eine gelungene Skitour mit 3 (4) Traumtagen in den Bergen!

Winterliche Grüße,

Corinna Baumann