Zu einer viertägigen Schneeschuhtour starteten wir früh am Morgen Richtung Oberstdorf und Hirschegg (Riezlern) zum Kleinwalsertal. Angekommen am Parkplatz der Talstation Auenhütte schlüpften wir gleich in die Schneeschuhe und stiegen, bei besten Wetter- und Schneebedingungen, zur Schwarzwasserhütte auf.

Nachdem Quartier bezogen war und das Wetter einfach zu schön war um in der Hütte zu bleiben, gingen wir am Nachmittag zum nahegelegenen Gerachsattel um die ersten Eindrücke der Schneelandschaft aufzunehmen.

Die Vorfreude am Abend auf der Hütte für den nächsten Tag war bei allen zu spüren, denn die Wettervorhersage und die Lawinenbedingungen konnten nicht besser sein. So wurde abends geplant und überlegt, welche Gipfel in Angriff genommen werden sollen, denn die Gruppe mit 12 Leuten unterschiedlichster Kenntnisse und Ausdauer, wollte unter einen Hut gebracht werden. So wurde der folgende Tag mit zwei Gipfeln geplant mit Zwischenstopp auf der Schwarzwasserhütte.

Zuerst bestiegen wir das Grünhorn (2034m), am Nachmittag nach kurzer Pause nahmen wir uns das Steinmandl (1981m) vor. Beide Gipfel waren gut machbar, so dass wir am Kopf des Steinmandl eine wunderschöne Gipfelpause einlegen konnten. Manche beobachteten die Gleitschirmflieger in der Blauthermik am Diedamskopf, manche erkundeten die benachbarten Gipfel oder sonnten sich nur. Die Stimmung am Gipfel war ausgesprochen gut und so nahmen wir uns nach einer schönen Weile den Abstieg zur Hütte vor.

Das Kleinwalsertal ist bekannt für gute Schneebedingungen, weshalb auch wir leider nicht verschont wurden von einem Tag mit Nebel und Neuschnee. Trotz den widrigen Bedingungen gingen wir den Hählekopf (2058m) an, mussten aber auf dreiviertel der Strecke zurückgehen, da die Orientierung im Nebel nicht möglich war.

Für viele der Gruppe waren der Umgang mit LVS-Gerät, Sonde und Schaufel neu, so nutzte Carsten die Zeit, um den Umgang mit dem LVS-Gerät zu schulen. Jeder durfte mal ran, mit seinem LVS-Gerät einen Verschütteten zu suchen. Damit war die kurze verbleibende Zeit optimal zur Ausbildung genutzt.

Der Abschluss auf der Hütte war, wie die anderen auch, sehr kurzweilig. Ein offizielles Lob und Dank sprach dann Stefan dem Tourenführer Carsten für seine Arbeit aus.

Leider war der Sonntag schon der Rückreisetag und wir durften bei ca. 12 cm Neuschnee den Abstieg bei auflockernder Bewölkung und Wetterbesserung zur Auenhütte vornehmen. Durch eine herrliche Winterlandschaft in tief verschneitem Wald und jede Menge Tierspuren im Neuschnee liefen wir über das Schwarzwassertal zum Ausgangspunkt zurück.

Mit schönen Bildern und Erlebnissen im Kopf gingen wir die Heimreise an.

Bericht: Kurt Doppler