Am Samstag, dem 30.08.2014 ging`s los. Wir trafen uns 13:30 Uhr am Parkplatz Wimbachbrücke, zwischen Berchtesgaden und Ramsau.

Wir, das sind Wanderführer Meinrad mit dem Gefolge Elke, Julia, Peter, Volker, Stefan, Johannes, Harry, Gösta, Dominik, Marius und Anne.

Der erste Tag startete mit einem dreistündigen Aufstieg zur Wimbachgrieshütte. Dabei wanderten wir sowohl durch die Wimbachklamm mit ihren herrlichen Wasserfällen und rauschenden Bächen als auch den Wimbachgries mit seinen weiten Schotterplateaus. Das Wetter war bewölkt und ideal zur Wanderung.

Oben auf 1327 m Höhe angekommen gab`s erstmal „e Russ“; für die Feinschmecker auch mal ne Buttermilch mit Preiselbeeren.

Gut gestärkt und ausgeruht sind wir bei fast wolkenlosem Himmel und noch trockenem Wetter sonntags zum Ingolstädterhaus (2120m) aufgebrochen.

Die Ausläufer des Steinernen Meer waren nicht nur schön anzusehen, sondern verlangten von dem ein oder anderen Wanderer ziemlich viel ab. Zusätzlich wurde mit jedem Höhenmeter das Wetter zunehmend feuchter, kühler und windiger, so dass bei Ankunft in der Hütte der Russ gegen eine warme Tasse Tee bzw. Kaffee getauscht wurde. Die anschließende Bonustour zum Hundstod, die von einigen den ganzen Tag angekündigt wurde, fiel ins Wasser. Dafür hat uns das gute Essen und die freundliche Bedienung auf der nun österreichischen Seite bei Laune gehalten.

Je später der Abend und lustiger die Runde, desto zuversichtlicher wurden wir, dass uns am nächsten Tag die Sonne weckt… Aber es schneite die Nacht durch…

Anstatt T-Shirt und Sonnenbrille wurde die Thermohose ausgepackt und Schneemänner gebaut. Der gesellige Abend wurde also bis zum späten Vormittag verlängert. Der Weg durch das Steinerne Meer konnte wegen dem winterlichen Einbruch nicht genommen werden, so dass wir direkt zum Kärlingerhaus am Funtensee auf 1638 m Höhe gelaufen sind. Beim Abstieg wurde aus Schnee Regen und der Trockenraum war wieder die erste Anlaufstelle, wobei hier auch die großen Öfen im Aufenthaltsraum mitgenutzt wurden. Durch Kartenspiele wie UNO und MauMau konnte das Regenwetter unserer lustigen Stimmung erneut nicht schaden.

Dienstags begann der Abstieg nach St. Bartholomä am Königssee durch die Saugasse. Dort angekommen, teilte sich die Gruppe nach einem „Leberknödelsuppen-Reinfall“ auf. Die eine Hälfte nutzte die Gelegenheit zu einer idyllischen Bootstour über den Königssee und einem kurzen, aber knackigen Wiederaufstieg an der Rodelbahn. Die andere Hälfte dagegen mühte sich etwas mehr an einem Klettersteig mit Holztreppen und Seil-Sicherungen ab. Beide Gruppen trafen sich wieder an der Kührointalm auf 1420 m Höhe, wo überraschenderweise die „Bootsfraktion“ bereits geduscht wartete.

Der letzte gemeinsame Abend wurde mit einem super Essen und diversen Kneipenspielen gefeiert.

Mittwochs begaben wir uns nach einem ausgedehnten Käse-Shopping zurück auf den Weg in die Zivilisation. Nach einem Absacker in einem Cafe am Ausgangspunkt Wimbachbrücke fuhren wir entspannt und zufrieden nach diesen abenteuerlichen, herrlichen Tagen zurück in die Heimat.

Bericht: Anne