Im letzten Jahr ging die Frühlings-Skitour zum Wildhorn in die westlichen Berner Alpen. Das Wildhorn ist mit 3.248 m ü. M. die höchste Erhebung der Wildhorngruppe im Iffigtal. Und weil´s so schön war fuhr dieses Jahr wieder die Gruppe um FÜL Johann Höllwart aus der Sektion Neustadt mit zwei Mitgliedern der Sektion Landau (Lothar Cron und Tobias Huber) wieder in die schöne Schweiz.

Diese Mal auf zur wenig bekannten, aber umso schönere Etzlihütte (2.052 m) im gleichnamigen Tal, einem Seitental des Maderanertals in den Glarner Alpen im Kanton Uri. Nicht weit weg vom Gotthard. Nach nur vier Stunden Fahrt (ca. 380 km) war man bereits im Ausgangsort Bristen auf 835 m ü. M. angekommen. Im grünen und blühenden Frühling ging´s erst mal eine Stunde zu Fuß aufi. Die letzten 800 hm zur Hütte konnten wir die Skier anschnallen. Aufgrund mehrtägigen Schneefalls an Ostern waren tiptop Verhältnisse. Komischerweise war auf der Hütte fast nichts los, so dass sich das überaus liebenswerte Hüttenpaar Doris und René toll um uns kümmerte und uns am zweiten Tag sogar mit einer Bretteljause und einem Glas Wein überraschten. Überhaupt ist die Etzlihütte eine tolle und sehr gemütliche Hütte. Von ihr aus lassen sich übrigens auch im Sommer tolle Wanderungen und Touren unternehmen. Noch ein Geheimtipp… (www.Etzlihuette.ch).

Aufgrund der guten Tipps des Hüttenwirts ging´s am ersten Tourentag morgens hinauf zur Pörtlilücke (2.506 m) und weiter hoch zur Pörtliwächten (2.800 m). Wegen des tollen Wetters sollten wir am Morgen erst die Südhänge fahren wegen der Gefahr von Nassschneelawinen. Nach toller Abfahrt bei perfektem Sonnenschein ging´s nochmal 400 hm einen Gegenanstieg empor. Eine grandiose Erstbefahrung in unberührtem Tiefschneepulver war die Belohnung für den schweißtreibenden Aufstieg.

Am nächsten Tag ging´s hinauf zum Piz Giuv, auch Schattig Wichel (3.096 m). Ein durchaus anspruchsvoller aber lohnende Skitourengipfel mit teilweise 40° steilen Anstiegen. Nach einem anstrengenden Aufstieg ging´s nach einem Skidepot die letzten Meter zu Fuß zum Gipfel. Pünktlich dazu riss der an diesem Tag etwas bedeckte Himmel auf und belohnte alle mit sonnigem Gipfelglück mit toller Aussicht. Auch für die lange Abfahrt war Wetter und Schnee perfekt. Nach einem Gegenanstieg ging´s über eine Scharte wieder zurück ins Nachbartal zur Hütte.

Am letzten Tag zogen wir noch einmal ein Stück ins Hintertal, um noch mal eine Abfahrt zu nehmen. Dann mussten wir uns aber an die Talabfahrt machen, bevor Lawinenabgänge gegen Mittag mit zunehmender Hitze dies schwierig machten. Das war bereits an diesem Vormittag gar nicht einfach, den richtigen Weg über Lawinenkegel, Schmelzbäche und pappige Sulzschneehänge zu finden. Durch souveräne Führung von Johann kamen alle wieder gut gelaunt im Tal an. Nach einer schnellen Abkühlung im eiskalten Gebirgsbach waren wir dann auch wieder „frisch“. Insgesamt eine wunderbare Tour bei tollen Bedingungen.

Bericht: Tobias Huber

DAV Landau