Wanderleiter: Harald Winter

Teilnehmer: David, Elke, Corinna, Roland, Martin, Inge, Gösta und Harry

  1. Tag: Anreise nach Seefeld (Parkplatz an der Talstation Rosshütte), Aufstieg zur Nördlinger Hütte (1308 HM Aufstieg),

Unsere Wanderung verläuft über die Härmelekopf Bergbahnstation bei Nebel und Nieselregen weiter über die Reitherspitze, dann auf schmalen Pfaden hinab zur Nördlinger Hütte (2238 m), die wir nach knapp 4 Stunden erreichen.

  1. Tag: Von der Nördlinger Hütte über den Freihunger Höhenweg, Kuhljochspitze zum Solsteinhaus, 3,75h, 561 HM Aufstieg, 993 HM Abstieg

Auch am 2. Tag steht uns weiterhin der Nebel im Weg. Wir beginnen die Tour erst um 9.15 Uhr, nehmen dafür den sehr anspruchsvollen und sehr abwechslungsreichen Freihunger Höhenweg vor. Zu sehen ist praktisch nichts. Aber es ist trocken. Teilversicherter Steig, schwierig aber wir sind sehr motiviert. Der „Nebel des Grauens“ kann uns nichts anhaben. Nach und nach wird es tatsächlich heller und wir besteigen dann noch die Kuhljochspitze (2293 m). Oben angekommen hat uns der Nebel und Regen leider wieder voll im Griff und wir sehen leider nichts von der schönen weiten Bergwelt. Der weitere Wegverlauf (Geröllfeld) zum Solsteinhaus (1805 m) war wieder regenfrei.

David unser Jüngster schnappt sich nach dem Abendessen die Gitarre und es wurden Lieder gesungen, die längst vergessen waren. Das war ein Gejohle.

  1. Tag: Vom Solsteinhaus über den großen Solstein, den kleinen Solstein zur Magdeburger Hütte und zurück zum Solsteinhaus, 7,0h, 1.564 HM Aufstieg und Abstieg

Heute wird endlich das Wetter besser. Stück für Stück lösen sich die Nebelwolken auf. Ein steiler Anstieg ohne Schwierigkeiten führt uns zum großen Solstein (2451 m). Nun haben wir schon einen schönen Blick auf die Österreichische Bergwelt mit dem Zuckerhütl. Nach einer kleinen Fotopause geht’s weiter zur kleinen Solsteinspitze auf 2.637m. Nach kurzem Anstieg über eine schöne Wiese ging es dann auf einem herrlichen anspruchsvollen Aufstieg zum kleinen Solstein, mit seilversicherten Abschnitten. Da wir ein bisschen in Zeitnot sind gehen wir den sehr schottrigen Abstieg durchs Wörglkar, der zum Glück später in einen angenehmen Waldpfad übergeht zur Neuen Magdeburger Hütte (1.633 m). Dort gönnen wir uns eine „Trinkpause“. Unser Rückweg verläuft über den Zirler Schützensteig zurück zum Solsteinhaus. Hier klettern wir eine seilversicherte Rinne von ca. 100 m hoch, die uns allen großen Spass gemacht hat. Danach geht es auf schmalen Pfaden zu unserer Hütte weiter, die wir gegen 17.00 Uhr erreichen.

  1. Tag: Vom Solsteinhaus über den Gipfelstürmerweg zum Berghotel Seegrube und weiter zur Pfeishütte, 9,25h, 1.680 HM Aufstieg, 1.573 HM Abstieg

Um 8.00 Uhr starten wir an diesem Tag erst gemütlich über ein schönes Waldstück bevor es dann über den Gipfelstürmerweg (sehr, sehr steiles und schottriges Gelände) zur Frau Hitt, die wirklich erobert werden möchte, geht. Eine Besteigung der Frau Hitt schließen wir aus. Wir wandern weiter über den Schmidhubersteig zum Berghotel Seegrube (sehr touristisch), wo wir um 13.45 Uhr ankommen. Lange halten wir uns dort nicht auf. Da wir bereits wegen des Gipfelstürmerweges sehr viel Zeit benötigt haben, entschließen wir uns mit der Gondel die 450 HM Richtung Hafelekar hinauf zu fahren. Unser Weg verläuft nun über den Goethe Panoramaweg, der im Gegensatz zum Gipfelstürmerweg, wirklich Spass macht. Nach ca. 7 Stunden erreichen wir unsere 3. Hütte auf 1950 m, die romantisch zwischen Felsformationen eingebettet liegt. Es erwartet uns ein sehr liebenswürdiges Personal und wir erleben einen sehr schönen Sonnenuntergang.

  1. Tag: Von der Pfeishütte über das Lafatscherjoch zur Bettelwurfhütte, 4,75h, 686 HM, inkl. Speckkarspitze 6,0h, 1.151 HM Aufstieg, 979 HM Abstieg

Heute starten wir nach leckerem Frühstück um 8.15 Uhr in Richtung Bettelwurfhütte. Es geht los über den Wilde Bande Steig, bis zum Stempeljoch, runter, dann das erste Stück recht steil, danach guter Weg bis zum Lafatscherjoch am Fuße der Speckkarspitze. Wir entschließen uns ohne Rucksack auf den Gipfel zu steigen. Inge bleibt am Fuße, genießt die Sonne und passt auf die Rucksäcke auf. Der erste Anstieg ist zu Beginn sehr gut zu gehen. Nach einer kurzen Blockkletterei weiter hinauf erkennen wir, dass der weitere Anstieg zum Gipfel als sehr schwierig fortzusetzen ist (ausgesetzte Stellen usw.). Harald entschließt hier nicht weiter zu gehen und möchte mit der gesamten Gruppe auf demselben Weg zurück. Roland, David und Harry entschließen sich allerdings auf eigene Verantwortung auf den Gipfel (2621 m) zu steigen. Nach einiger Zeit des Wartens auf unsere Gipfelstürmer, sind wir glücklich, dass sie ohne Probleme wieder unten ankommen.

Danach wandern wir alle gemeinsam zur Bettelwurfhütte, die wir am Nachmittag erreichen. So können wir noch ein bisschen auf der Terrasse bei angenehmen Temperaturen und Sonnenschein entspannen. Für den letzten Abstiegstag wurde bereits wieder Regen und Nebel vorausgesagt. Die Strecke zurück nach Absam ist wegen drohendem Felsrutsch gesperrt und wir müssen uns einen anderen Rückweg überlegen.

  1. Tag: Von der Bettelwurfhütte Abstieg nach Absam, 3,0h, 1.308 HM Abstieg Fahrt mit Bus (Hall/Innsbruck) und Bahn nach Seefeld, Heimfahrt

Wir treten um 8.15 Uhr den Abstieg an. Über das Lafatscherjoch, das Isstal und Halltal geht es nach Absam . Hier zurück mit dem Bus nach Innsbruck und mit dem Zug wieder nach Seefeld.

Fazit: eine sehr schöne abwechslungsreiche aber auch anspruchsvolle Wanderung und rundum glücklichen Teilnehmern.

Bericht: Corinna Peischard
Bilder: Corinna Peischard und Harald Winter