Wanderleiter: Meinrad Rapp

Teilnehmer: Günther, Ilse, Thomas, Frank, Stefan, Julia, Peter, Steffi, Johannes und Michaela

1. Tag: Aufstieg zur Oberen Firstalm (570Hm, 8,3 km)

Nach staureicher und zäher Anfahrt kamen wir alle gut gelaunt kurz nach 13 Uhr in Rottach-Egern am Wanderparkplatz an. Die Sonne schien und der Tegernsee lud mit seiner traumhaften hellblauen Farbe zum Baden ein. Doch die Wanderung musste direkt beginnen, damit wir vor 17 Uhr die Hütte erreichten um noch dort rechtzeitig das Abendessen zu bestellen. Bei 30° und Sonnenschein ging es über zum Teil schattige Waldwege in die Höhe. Der Aufstieg, obwohl nicht sehr steil, war sehr schweißtreibend und wir freuten uns über ein kühles Getränk auf der auf dem Weg liegenden Kühzagl-Alm. Danach ging es weiter hoch auf die Obere Firstalm ( 1370m), die wir nach insgesamt 2 Stunden 40 Minuten Gehzeit erreichten. Das Wetter war noch sehr schön und wir konnten auf der Terrasse zu Abendessen und gemütlich zusammen sitzen.

2. Tag: Obere Firstalm zum Rotwandhaus ( 900Hm, 12 km)

Am frühen Morgen kam ein kurzer heftiger Regenguß herunter, der aber nach einem auswahlreichen Frühstück der Sonne wich, so dass wir bei herrlichem Wetter starten konnten . Es war ein sehr abwechslungsreicher Weg über blühende Almwiesen vorbei am Spitzingsee, wo sich manche von uns und etliche Kühe die Füße abkühlten. Herrliche Blicke auf den Spitzingsee begleiteten unseren Pfad. Zur Rast kehrten wir in der Schönfeldhütte (1410 m) ein, um uns für unsere restliche Wegstrecke zu stärken. Diese führte über das Taubensteinhaus (1567m) und schöne steinige Pfade zum herrlich gelegenem Rotwandhaus ( 1737m). Dort bestand die Möglichkeit den Gipfel der Rotwand (1885m) zu besteigen, was ein Großteil der Gruppe wahrnahm und mit einem schönen Rundblick über die Alpen ( Groß Venediger, Karwendelgebirge…) belohnt wurde. Nach einem leckeren Abendessen gab sich die Gruppe einigen lustigen Mäxle-Runden hin. Wir hatten deutlich mehr Spaß als die anderen Hüttengäste.

3. Tag: Rotwandhaus zum Bodenschneidhaus (800Hm, 20 km)

Nach einem reichlichen Frühstück machten wir uns um 8.30 Uhr auf den Weg in Richtung Bodenschneidhaus. Der Weg war sehr abwechslungsreich und führte über blühende Almwiesen und an dem Highlight, dem Pfanngraben, vorbei. Der Weg führte teilweise über große Wurzeln und Steine. Mehrmals überquerten wir kleine Bäche. Mal mit, mal ohne Brücke. Aber wo die Brücke fehlt, lagen genug große Felsen herum, auf denen wir die Bäche überquerten. Dann wand sich der Bach immer tiefer unter uns. Direkt neben dem Weg fiel der Fels immer steiler ab. Der Blick von oben in die enge Schlucht war sehr beeindruckend. In vielen Stufen fällt das Wasser in tiefgrüne Gumpen. Eigentlich mochte man gleich reinspringen, was einige auch an zugänglichen Stellen machten, beziehungsweise zumindest die Füße reinstreckten. Nach einer erfrischenden Pause ging es dann auf einem Waldweg Richtung Spitzingsee über die Albert-Link -Hütte ( 1053m), wo wir eine Vesper-Pause machten. Nachdem der ursprünglich geplante Weg zum Bodenschneid wegen Waldarbeiten gesperrt war, entschieden sich die meisten mit der Stümpfling-Bahn diese Strecke zu überbrücken. Der „harte Kern“ beschloß den Fahrweg hoch zu gehen, wo man von herunter rasenden Go-Kart-Fahrern eingestaubt wurde. Dann ging es ab dem Stümpfling-Sattel über den Suttenstein auf den Bodenschneid (1667m). Von dort aus hatten wir einen herrlichen Blick, trotz diesigem Wetter, auf den Tegernsee und unsere nächste Hütte. Der Abstieg war sehr steinig und steil. Nachdem wir unten waren, hatten wir das Bodenschneid-Haus (1365m) direkt vor Augen. Nach dem Bezug des Lagers/der Zimmer ging es direkt zum Abendessen, wobei die Hüttenwirtin was „Extrawünsche“ anging, sehr speziell war. Am Abend wurden wir dann noch zum Johannes-Feuer eingeladen, welches die hiesigen Jugend organisiert hatte. Nach dem Aufwärmen am Feuer saßen wir noch gemütlich in der Hütte zusammen.

4. Tag: Abstieg vom Bodenschneidhaus zum Parkplatz in Rottach-Egern

Schon während dem Frühstück fing es an zu regnen. Gut gestärkt und gegen den Regen gewappnet ging es um 8 Uhr dann über den Fahrweg 1,5 Stunden abwärts zu den Autos. Zum Abschluß kehrten wir noch am Tegernsee in der Schloßbrennerei ein und nahmen bei Weißwurst, Brezen und Erdbeerkuchen Abschied. Danach ging es auf die Heimfahrt.

Damit endeten vier schöne Wandertage einer Genußrunde mit angenehmen Wetter, abwechslungsreichen Wegen und schönen Ausblicken. Danke Meinrad, für die gute Organisation und deinen guten Draht zu Petrus.

Bericht: Michaela von Nida