Insgesamt nahmen 12 Teilnehmer an den Wanderungen in der Mieminger Kette und dem Wettersteingebirge teilt.

Nach einer reibungslosen Anfahrt und dem Bezug der Zimmer war der Roßberg (2096 m) zum Etappenziel des ersten Tages ausgewählt worden. Von unserer Unterkunft dem Sporthotel Raffl fuhren wir ins Gaistal bis Klamm und nach der Mautstelle auf den Parkplatz P 2 Stupfer.

Nach etwas mehr als einer Stunde erreichten wir die Wettersteinhütte (1717 m) die an der Baumgrenze liegt. Nach einer ausgiebigen Rast führte uns der Weg nach kurzer Zeit zur Wangalm (1753 m) und von dort am Stallgebäude und dem dortigen Wegweiser vorbei Richtung Norden. An der Kreuzung zum Südwandsteig wanderten wir links weiter und über welliges Gelände bis zur Gipfelkuppe des Roßbergs der allerdings nicht als Wanderung zu begehen ist sondern mit Händen und Füßen erkraxelt wird . Aufgrund des ausgesetzten Gipfelausbaus und dem weglosen Gelände ist dieser für Wanderer nicht geeignet!

Der Rückweg führte uns von der Wettersteinhütte über den Fahrweg zum Parkplatz.

Nach einem langen Tag wurden wir abends, wie auch die darauffolgenden Tage, bestens vom freundlichen Team des Hotels kulinarisch „verwöhnt“.

Aufgrund der schlechten Wetterverhältnisse für die darauffolgenden Tage entschlossen wir uns die Königsetappe, die Besteigung der hohen Munde (2592 m) bereits am zweiten Tag zu versuchen.

Die hohe Munde, der markante Berg am Ostende der Mieminger Kette ist auch der dominante Punkt bei unseren Langlauftouren im Leutaschtal. Startpunkt war der Parkplatz des Leutascher Ortsteils Moos.

Von dort führte uns unser Weg zur Rauthhütte (1605 m) und durch rutschiges Latschengelände auf dem Weg Nr. 8 über hochalpines und teilweise steiles Felsgelände über den Ostrücken auf den Ostgipfel (2592 m). Der Westgipfel war aufgrund der dort herrschenden Schneeverhältnisse für Wanderer nicht begehbar.

Aufgrund des schlechten Wetters, es begann zu regnen, im oberen Teil des Berges kam sogar ein Schneesturm auf, kehrte ein Teil der Gruppe zwischendurch um und genoss auf der Rauthhütte das herrliche Panorama der umliegenden Bergwelt.

Der Rest der Gruppe nahm den gleichen Ab- wie Aufstiegsweg und kam wohlbehalten frühzeitig ebenfalls auf der Rauthhütte an. Nach einer langen Pause nahmen wir den steilen Abstieg auf dem Fahrweg zum Parkplatz Moos in Angriff. Für den Auf- und Abstieg muss für gute Wanderer eine Zeit von 5 – 6 Stunden kalkuliert werden.

Am nächsten Tag goss es in Bindfäden so dass eine Wanderung unmöglich war. Ein Teil der Gruppe zog es nachmittags doch hinaus zur Leutascher Geisterklamm (www.leutascher-geisterklamm.at).

Durch das Reich des Klammgeistes mit einer Gesamtstrecke von 3 km führen drei Wege, besonders interessant ist der in luftiger Höhe gebaute Metallsteg der tolle Einblicke in die bis zu 75 m tiefe Klamm gewährt. Die Besichtigung der Klamm ist sehr empfehlenswert zumal dafür kein Eintritt zu zahlen ist. (nur Parkplatzgebühr).

Aufgrund des schlechten Wetters nutzten die Teilnehmer die neu erbaute großzügige Saunalandschaft des Hotels um sich von der anstrengenden Bergtour des Vortages zu erholen.

Als es auch am nächsten Morgen nicht aufhörte zu regnen beschlossen wir die Heimreise anzutreten.

Bericht: Stefan Eckert