Trotz des schlechten Wetters (nass/kalt/windig) und der längeren Anfahrt (über eine Stunde) haben sich 16 Wanderer auf den Weg in den nördlichen Pfälzerwald gemacht. Die erste Monatswanderung 2019 stand an und nach einigen Navigationsdifferenzen haben auch die letzten Teilnehmer das „Göllheimer Häuschen“ bei Kerzenheim gefunden. Mit ein wenig Verspätung setzte sich die Gruppe unter Leitung von Monika Krauß in Bewegung. Bereits nach wenigen Kilometern durch den Wald erreichten wir die gut erhaltene Klosterruine Rosenthal, ein Zisterzienserinnenkloster aus dem Jahr 1241. Nach kurzer Besichtigung ging es weiter nach Stauf, wo wir die nächsten historischen Mauerreste bestaunen konnten: die nicht mehr ganz so gut erkennbare Burgruine Stauf, die älteste Salierburg der Pfalz. Auch hier versorgte uns die Wanderführerin mit Hintergrundinformationen. Die herrliche Aussicht über den Pfälzerwald und das Eisbachtal hielt sich aufgrund der bescheidenen Wetterlage in Grenzen.

Der ursprünglich geplante direkte Abstieg nach Ramsen war wegen des aufgeweichten Bodens nicht möglich. Daher ging es ein Stück über asphaltierten Feldweg nach Ramsen und dann in den Stumpfwald hinein bis zum Eiswoog. Die Hälfte der Strecke war geschafft und passend zur Mittagszeit erreichten wir den kleinen Stausee. Dort wurden wir mit heißem Glühwein, Punsch und selbstgemachten Muffins überrascht. Nach der genussvollen Stärkung ging es leicht ansteigend durch das Dreibrunnertal bis zum Stumpfwaldgericht, einer alten Gerichtstätte der Grafen von Leiningen. Bereits zur Keltenzeit sollen auf der Waldlichtung Urteile gefällt worden sein.

Unsere Wanderung führte nun über angenehme Waldwege zur Pfrimmquelle und anschließend an den Pfrimmweihern vorbei bis wir schließlich gegen 15 Uhr wieder am „Göllheimer Häuschen“ ankamen. Eine Stunde früher als gedacht und das obwohl aus der geschätzt angegebenen 18 km Wanderung, letztendlich 23 km wurden. Die gemeinsame Abschlusseinkehr war somit wohlverdient.