Bei unsicherem Wetter, die Wettervorhersage kündigte für jeden Tag kurze Schauer, Sonnenabschnitte und Gewitter an, fuhren am Samstag, 26.07. 11 Teilnehmer mit zwei Fahrzeugen ins Kaunertal, wo wir nach 1 1/2 Std. Stau an der Grenze, die Fahrzeuge wegen des instabilen Wetters auf der Verpeilalm (1820 m) parkten. Der Aufstieg zur Verpeilhütte 2025m) dauerte dann noch knapp eine Stunde. Die Berge waren im Nebel, es nieselte leicht. Die Hütte, seit 35 Jahren bekannt, hat sich äußerlich nicht verändert. Die ehemals nur zwei Schlafräume im OG wurden in mehrere kleinere Räume aufgeteilt, im Sanitärbereich (insges. 2 Toiletten) hat sich nichts geändert… Trotz des schlechten Wetters war die Hütte gut belegt.

Sonntag, 27.07, Aufbruch gegen 08.30 Uhr zum Mosslopf, 2553m, und Madatschkopf, 2783m.

Nachts hatte es geregnet und das Gras und die Alpenrosen waren nass. Wer vorausging hatte schnell nasse Schuhe und Hosen. Es regnete jedoch nicht. Die Wolken hingen tief und die Sicht betrug manchmal nur ca. 30m. An der Weggabelung auf dem Kühgrübel gingen dann vier Teilnehmer zum Mooskopf und sieben zum Madatschkopf. Der Weg war das Ziel, die Aussicht bei beiden Aufstiegen war gleich (schlecht).Gegen 13.00 Uhr waren wir wieder wohlbehalten auf der Hütte.

Für den Montag, 28. war gutes Wetter gemeldet, was auch zutraf. Bei Sonnenschein brachen wir um 08.00 Uhr auf zum Schweickertferner(ca. 2700m). Es eröffnete sich die herrlichge Lage der Verpeilhütte. Vorbei an den stark zurückgegangenen Gletscherabbrüchen der Verpeilspitze erreichten wir weit auseinandergezogen den Schweickertferner, wo wir am Fuß der imposanten Rofelewand (3354m) eine ausgiebige Rast machten. Der Schweickertferner reichte einst bis zur Moräne. Zwischenzeitlich ist er jedoch so weit zurückgegangen, dass er apere Stellen aufweist und sich an der Gletscherzunge ein größerer See gebildet hat. Nachdem sich am Himmel die Wolken verdichteten, stieg wir gemütlich wieder zur Hütte ab. Nach einer Stärkung mit Hausmacher Leber- und Blutwurst und einem kurzen Schauer klarte es wieder auf um sich gegen Abend mit Blitz und Donner erneut einzutrüben. Für den nächsten Tag wurde „sehr“ schlechtes Wetter erwartet, weshalb wir die Tour einen Tag früher beendeten.

Wir erreichten noch trocken am nächsten Tag unsere Autos und kamen nach einigen kleineren Staus wieder wohlbehalten in die Heimat. Schade, insges. kein guter Bergsommer.

Bericht: Wolfgang Herz