Die hochalpine Rundwanderung führte die 10-köpfige Gruppe unseres Alpenvereins in sechs Tagen durch die Länder Tirol, Salzburg und Südtirol.

Im Regen stiegen wir vom Parkplatz bei der Bärenbadalm (1450 m) im Zillergründl, dorthin verläuft eine mautpflichtige Straße, in ca. 3 Stunden zur schön gelegenen Plauener Hütte (2363 m, www.plauener-huette.at), wo uns schon die freundlichen Hüttenwirte Edith und Michael erwarteten.

Am nächsten Morgen führte unser bestens markierter Weg im Nebel zur Zillerplattenscharte (2874 m), dem höchsten Punkt unserer Wanderung und weiter zur Windbachscharte (2693m). Von dort ist es nicht mehr weit zur urigen Richterhütte (2374 m) (www.alpenverein-rheydt.de) in der wir nach ca. 5,5 Stunden Gehzeit eintrafen.

Nachdem sich am Nachmittag des zweiten Tourentages das Wetter besserte, konnten wir die nächsten Tage bei bestem Bergwetter genießen. Bei der dritten Etappe wanderten wir zuerst zur Roßkarscharte (2687 m). Bei einer Pause hatten wir von dort schöne Aussichten auf die Zittauer Hütte (2328 m) und den oberen und unteren Gerlossee, nach einem Abstieg von ca. 300 Höhenmetern mussten wir dann direkt wieder zur Rainbachscharte (2720 m) aufsteigen. Der Abstieg von der Rainbachscharte ist zwar seilversichert, durch die Steilheit und das anschließende Geröll ist dabei höchste Konzentration erforderlich.

Nach einer Rast am wunderschön gelegenen Rainbachsee gings bergab, entlang eines prächtigen Zirbenwaldes, mit teils mehrere hundert Jahre alten Zirben, zum Krimmler Tauernhaus (1631 m, www.krimmler-tauernhaus.at). In diesem Berghotel mit eigenem Wellnessbereich konnten wir uns bestens von der anstrengenden Tagestour mit 7 Stunden Gehzeit und 867 Höhenmetern im Auf- und 1592 Höhenmetern im Abstieg erholen.

Am nächsten Morgen wanderten wir, anfangs auf einem langen, bequemen Weg fast ans Ende des Krimmler Achentals, von der Innerkeesalm führte uns dann ein steiler Weg zur Birnlücke (2667 m), der Grenze zwischen Salzburg und Südtirol. Schon dort merkten wir, das hier etwas „anders“ ist, die entgegenkommenden Berggeher grüßten uns mit „buon giorno“. In kurzer Zeit erreichten wir dann nach ca. 5 Stunden Gehzeit die Birnlückenhütte (Rifugio Tridentina, 2441 m, www.schutzhuetten.net/birnlueckenhuette) die am Fuß der Dreiherrnspitze mit Blick auf das gesamte Ahrntal liegt, und durch ihre Gemütlichkeit besticht. Insgesamt waren wir 1073 Höhenmeter im Aufstieg und 250 Höhenmeter im Abstieg unterwegs.

Schon kurz nach 7.00 Uhr starteten wir am nächsten Morgen zu unserer Königsetappe die mit 8 ½ Stunden Gehzeit aber nur mit wenigen Metern im Auf- (217 m) und Abstieg (294 m) angegeben war. Zunächst führte uns diese im Auf- und ab u.a. über die versicherte Teufelsstiege, an der verlassenen Neugersdorfer Hütte (2567 m), einem ehemaligen Zollhaus vorbei, bis zum Heiliggeistjöchl (2658 m). Auf dieser Aussichtsloge konnten wir schon den Speichersee im Zillergründl bewundern, doch warteten noch 3 Stunden Gehzeit auf uns. Schon nach sieben Stunden Gehzeit waren wir dann an unserem Ausgangspunkt der Plauener Hütte und warteten das vorausgesagte Gewitter in der gemütlichen Hütte ab und warteten und warteten…. umsonst…

Bericht: Stefan Eckert