Teilnehmer: Gerhard Werling, Fabian Kern, Christopher Welker, Jürgen Seyfried

Die Anreise verläuft einwandfrei und ohne Stau über bis zum Parkplatz Senntum im Turtmanntal. Der kurze Hüttenzustieg von 1:50 Stunde liässt erste Blicke auf den Gletscher und das Brunegghorn zu. Zur Akklimatisierung und Wegesauskundung steigen wir nach kurzer Hüttenrast weitere 400 Höhenmeter auf. Überrascht durch eine schnell aufziehende Regenfront werden wir zum raschen Abstieg zurück zur Turtmannhütte gezwungen. Der kurze aber heftige Regenschauer wird bald von der Sonne abgelöst, was dem Trocknen unserer nassen Sachen sehr entgegen kommt.

Am nächsten Tag klingelt der Wecker um 4:30 Uhr. Das Äussere Barrhorn (3610m), als höchster Wandergipfel Europas , soll das heutige Ziel sein. Geplant als Eingeh- und Akklimatisierungstour, erweist sich diese jedoch als recht anspruchsvolle Wanderung mit grandiosem Ausblick zum Dom und in der Gegenrichtung bis hin zum Mont Blanc. Da wir recht früh auf dem Rückweg sind, lässt sich noch eine kleine Ausbildungseinheit „Gletschertouren“ durch Gerhard einlegen. Die praktisch durchgeführten Techniken werden anschließend bei einem Bier auf der Hütte noch theoretisch vertieft und gefestigt.

Dieselbe Weckzeit, ein neuer Tag. Das 3833m hohe Bruneghorn soll das heutige Gipfelziel sein. Nach kurzem Aufstieg über das Gässi geht es auf den Brunegggletscher, welcher sich sehr schneereich und lange zeigt. Zum Gipfelgrat hin beträgt die Steigung bis zu 35°. Als erste Seilschaft des Tages wird das Gipfelglück auf 3833m per Handschlag besiegelt. Einige Sekunden später kommt eine Frauenseilschaft über den Nord-Ostgrat am Gipfel an. Nach freudigem Austausch der Wegerfahrungen geht es zum Abstieg über den mittlerweile weicher gewordenen Schnee des Brunegggletschers. Eine weitere Hüttenübernachtung liegt noch vor dem Abstieg zum Auto. Wie die ganzen Bergtage verläuft auch die Heimfahrt bestens. Wir sind froh mit Gerhard zusammen auf Tour gewesen zu sein und haben die lehrreichen Tage bei schönem Bergwetter mit ihm genossen.

Bericht: Fabian, Jürgen und Chris