Um 6 Uhr starteten wir pünktlich am Mitfahrerparkplatz in Queichheim. Nach ca. 4,5 Stunden kamen wir in dem kleinen Ort Pettneu an, wo wir unser Auto stehen ließen.

Bei bestem Wetter und einem stetig ansteigendem Fahrweg kamen wir nach ca. 2 Stunden an der Hinteren Malfonalpe (1.825 m) vorbei. Hier ging es nocheinmal gut 1,5 Stunden einen sehr steilen Steig bis zur Edmund-Graf-Hütte hoch (http://www.edmund-graf-huette.at/egh/), die auf 2.375 m liegt. Nachdem uns der Hüttenwirt netterweise mit einem Willkommensschnaps begrüsste, bezogen wir unser Lager. Es war erstaunlich, dass in den Berghängen zu dieser Jahreszeit noch erstaunlich viel Schnee lag. Dies war laut Hüttenwirt dem sehr schneereichen Winter geschuldet. Da die Hütte erst am Tag zuvor geöffnet hatte waren wir neben 6 anderen Gästen die einzigsten Personen, die auf der Hütte übernachteten.

Da unsere Etappe am nächsten Tag bis zur Niederelbehütte mit lediglich 4 Stunden Gehzeit angegeben war, beschlossen wir nach dem reichhaltigen Frühstück noch den Hohen Riffler (3.168 m) zu besteigen. Dieser war mit einer Aufstiegszeit von 3 Stunden von der Edmund-Graf-Hütte aus gut ausgeschildert. Der Weg zum Hohen Riffler war ging nach einem gut angelegten Pfad schließlich über vereiste Schneefelder und sehr steilem Geröll in leichte Kletterei über. Nach 2,5 Stunden waren wir schließlich auf dem Sattel angekommen. Über einen gut angelegten Berpfad erreichten wir schließlich den Gipfel, wo ein Eintrag in das Gipfelbuch wartete.

Nach dem Abstieg machten wir noch eine kurze Mittagspause auf der Edmund-Graf-Hütte bevor es dann Richtung Niederelbehütte ging. Über den steilen Rifflerweg wanderten wir am Schmalzgrubensee vorbei, durchstiegen ein großes Schneefeld und kamen schließlich zum Schmalzgrubenjoch, dem Übergang zur Niederelbehütte. Nach nochmals gut zwei Stunden auf gut angelegten Berwegen an dem bekannten Skigebieten vorbei, sahen wir dann die Niederelbehütte auf 2.310 m (http://www.niederelbehuette.at/). Hier begann nun für heute der letzte Anstieg von ca. 100 Hm. Auch in dieser Hütte waren wir, bis auf 4 weitere Personen, die einzigsten Übernachtungsgäste.

Aufgrund des Wetters (am frühen morgen regnete es in Strömen) gingen wir auf Anraten von Hüttenwirtin Petra den Rudiglerweg nach Ulmich hinunter. Nach zwei Stunden stiegen wir dann in den Bus uns fahren nach Galtür, von wo wir dann in 3 Stunden zur Friedrichshafener Hütte aufstiegen. Der Aufstieg erfolgte in Zickzack-Linien über einen traumhaften Bergpfad direkt durch die Lawinenverbauungen hindurch. Vorbei am Sonnakogl und Larchmahd kamen wir schließlich zum Übergang „Oberer Berg“ (2.329 m). Auf einem breiten Fahrweg sahen wir schließlich nach 45 Minuten die auf 2.138 m liegende Friedrichshafener Hütte (https://www.bergwelten.com/h/friedrichshafener-huette) auf der wir wieder mal als einzigste Gäste von Hüttenwirt begrüßt wurden. Zur späterer Stunde kam noch ein einsamer Bergsteiger zu uns, der ebenfalls übernachtete.

Am nächsten morgen stiegen wir bei bestem Wetter über den sehr steilen Verunesbleis hinauf zum Schafbichljoch (2.636 m), wo wir eine ausgedehnte Mittagsrast einlegten. Von dort aus ging es dann in etwas drei Stunden auf gutem Weg hinuter an der Fasúlhüttá (2.021 m) vorbei Richtung Konstanzer Hütte, 1.688 M (http://www.konstanzerhuette.com/). Da die Hütte gerade umgebaut wird und überall Zimmermannsleute, Installateure und Elektriker herumliefen, störte es auch niemand, dass wir mit den verdreckten Bergschuhen unser Lager bezogen. Die Konstanzer Hütte eignet sich hervorragend für diverse Bertouren. Sei es die Besteigung des großen und kleinen Patteriol (3.056 m bzw. 2.590 m) oder auch eine interessante Berwanderung auf den Scheibler (2.978 m).

Am letzten Tag verliesen wir dann die Konstanzer Hütte und wanderten in ca. 3 Stunden auf einem gut ausgebauten Fahrweg entlang nach St. Anton, wo wir in den Bus stiegen und nach Pettneu fuhren. Nach einem leckeren Mittagessen fuhren wir dann durch den Arlbergtunnel Richtung Heimat, wo wir dann nach fünf Stunden Fahrt endlich ankamen.

Es war eine sehr schöne, abwechslungsreiche Wandertour mit perfektem Wetter und sehr netten Hütten. Diese Tour kann nur weiterempfohlen werden.

Bericht & Bilder: Carsten Pfaffmann