Wettersteingebirge, 16.07. – 20.07.2013

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Der wunderschöne Wetterstein mit den Gipfeln Alp- und Zugspitze, die Partnach- und Höllentalklamm waren die Hauptziele unserer 4 Tages-Bergtour. Aber alles schön der Reihe nach.

Wir, eine Minigruppe bestehend aus Harry, Kurt und Joachim trafen uns Mittag in Garmisch, um vier Tage Bergtour anzugehen.

Joachim Reither führte uns zu Beginn der Tour durch die naturbelassene und auftosende Höllentalklamm zur Höllentalangerhütte. Die sehr schön gelegene Hütte im Höllental sollte zwei Tage Stützpunkt sein, für die kommenden Tagestouren zur Alpspitze und Zugspitze.

An der Hütte angekommen, war ein Filmteam zu Gange, es wurden die letzten Geschehnisse gefilmt, denn die Hütte wird einer modernen Bergunterkunft weichen. So wurde z.B. das Anliefern der Bierfässer auf einer Lastraupe eingefangen, so viel am Rande.

Die Alpspitze stand auf dem Programm, so erkundigten wir uns beim Hüttenwirt nach Schneelage und Wetter. Das Matheisenkar ist verschneit und kaum begehbar, dass Wetter für den kommenden Tag sieht sehr schlecht aus. Diese Ansage des Hüttenwirts verursachte lange Gesichter, aber wir ließen uns nicht entmutigen und erkundigten uns bei anderen Tourengehern nach Lage und Wetter. So kam es komplett anders als vorhergesagt.

Das Matheisenkar zeigte sich in all seinen wunderschönen Facetten, bei strahlendem Sonnenschein und sogar schneefrei! Es wurde schweißtreibend und spannend im Klettersteig zur Alpspitze. Der Abstieg erfolgte über steiles Schuttfeld, die Mittagspause verbrachten wir am Alpspix, einem Stahlplateau mit ca. 1000m Luft darunter, mit Blick in das Höllental und Garmisch. Der erste Haupttag war gelungen und wir machten uns an die Vorbereitungen zur kommenden Tagestour mit Hüttenwechsel, über die Zugspitze zur Knorrhütte.

Tschüss Höllentalangerhütte, mit einem letzten Foto der Berghütte stiegen wir das Höllental auf, bis zum ersten Klettersteig. Weiter ging die Tour über einen Grünen Buckel zum Gletscher. Als dreier Seilschaft gingen wir in Zickzacklinie, von Joachim sicher geführt, über den Gletscher zum Einstieg in den zweiten Klettersteig, hinauf zum Gipfel. Der Aufstieg kostete viel Energie , da wir gut bepackt waren. Klamotten, Ausrüstung und Verpflegung mussten mit auf den Gipfel. Harry musste an diesem Tag noch einen „draufsetzten“, da er das Seil mitschleppen durfte.

Kurz vor´m Gipfel genossen wir die herrliche Aussicht über die Riffelköpfe, das Höllental und den Eibsee. Türkies mit kleinen Inselchen wie die „Maledieven“, zeigte sich der Eibsee, in wunderschönen Farben, eingebettet vom Grün des Waldes.

Am Gipfelkreuz trat Ernüchterung ein, denn es waren nicht nur Bergsteiger mit Gipfelglück, auch viele Seilbahntouristen, die in Sommerklamotten und Handtaschen am Gipfelkreuz „flanierten“. Ein Graupelschauer setzte dieser Ernüchterung noch einen drauf. Wir stiegen über unschöne Skipisten ab zur Knorrhütte.

Offensichtlich hatte es der Wettergott gut mit uns gemeint, denn wir konnten den nächsten Tag, bei herrlichem Wetter, den Abstieg in das Reintal bis auf 1000m angehen. Ein Hochgenuss für Bergwanderer. Wir begingen das Reintal bis zur Partnachquelle. Die Partnach zeigt sich in Höhe der Reintalangerhütte als verzweigtes Bachbett mit feinen Inselchen, so dass es uns sehr schwer viel, diesen wunderschönen Ort zu verlassen.

Weiter müssen wir, so Joachim, hinauf zum Schachenhaus, das auf 1862hm liegt und zur letzten Übernachtungsstation unserer Bergtour dienen sollte.

Kultur mit König Ludwig. Das Schachenschloss erwartet uns, orientalische Säle usw. schwärmte Joachim. Nun ja, jedem das Seine dachten wir.

Während Joachim die einstündige Führung durch das Museum genoss, weilte Harry und Kurti auf der Terrasse, beim Hacker Pschorr –alles gut-.

Am nächsten Morgen ging es den Kälbersteig bergab, durch die Partnachklamm nach Garmisch. Glücklich und zufrieden von dieser kurzweiligen, wunderschönen Bergfreizeit, gingen wir die Rückreise an.

Kurt Doppler