Samstagmorgen, den 24. März fuhren wir, Thomas, Johann, Tobi von der Landauer Sektion und
Marcus, los Richtung Salzburger Land. Ziel war der Schutzhaus Neubau in der Goldberggruppe. Der Name Neubau kommt vom 1420 errichteten Berghaus, welches in einem neuen Bauabschnitt des
damaligen Goldbergbaues um die Knappenhäuser bis hinauf in Richtung Fraganter Scharte, Herzog
Ernst und Neunerkogel als Unterkunft für die Knappen diente. Dieser Name ist bis heute erhalten
geblieben. Im Jahr 1995 wurde das Haus neu errichtet.
Wie der Name Goldberggruppe vermuten lässt, wurde hier jahrhundertelang Bergbau betrieben, erst
im 19. Jahrhundert wurde der Betrieb eingestellt:
„Wir wählen diesen Namen [Goldberggruppe] wegen des Goldreichthums, der besonders in früheren Zeiten diese
Gruppe zu einem Eldorado machte, und noch jetzt ist der Bergbau auf Gold eine Erwerbsquelle; hier liegen die
höchsten Bergbauten Deutschlands [sic!] und nächst denen am Monterosa wohl die höchsten Europas.“
– Adolf Schaubach: Die Deutschen Alpen, Band I, Jena 1845, S. 78
Die Strecke mit dem langen Rauriser Tal hatten wir etwas unterschätzt, so dass wir erst im Schein der
Stirnlampen die Hütte auf 2175m Seehöhe erreichten.
Am nächsten Morgen erwartete uns Kaiserwetter, optimal für unser Ziel an diesem Tag, den Hohen
Sonnblick (3106m). Der Hohe Sonnblick ist neben der hervorragenden Aussicht vor allem für das
höchstgelegene meteorologische Observatorium Österreichs bekannt, daneben das Zittelhaus, in dem
wir uns eine schöne Einkehr zur Stärkung gönnten. Der Ausblick auf Großglockner und hohe Tauern
ist hier in der Tat großartig.

Am nächsten Tag war´s dann leider vorbei mit dem Kaiserwetter. Ziel war eigentlich die Herzog-Ernst-
Spitze und das Schareck, wegen einsetzendem Schneefall und starkem schneidendem Wind stiegen
wir jedoch nur bis zur Fraganter Scharte auf, eine schöne Abfahrt entschädigte uns ein wenig. Später
genossen wir das Hüttenleben bei den Wirtsleuten Anita und Manfred, abends dann das gute Essen
und handgemachte Musik des Bergführers einer Vorarlberger Gruppe.
Nächsten Morgen stand der Abstieg an, starker Schneefall und Nebel erschwerten die Sicht, die gleich
null war. Dank der Umsicht und Erfahrung von Johann und kurzen Aufklarungen, die uns einen
Überblick gewährten, kamen wir wohlbehalten im Tal an und konnten die Heimfahrt antreten.