Am Samstag, dem 17.8.2019 machten sich fünf wanderlustige Frauen und ein wanderlustiges 10-jähriges Mädchen zusammen mit der Wanderführerin Julia Uhlig auf den Weg zum Karlruher Grat.

Mit dem Bummel-Zug dauerte die Fahrt von Landau bis nach Ottenhöfen im Schwarzwald fast zwei Stunden. Die Zeit wurde uns aber nicht lang, denn wir nutzten sie, um uns gegenseitig kennen zu lernen. Die allermeisten von uns waren zum ersten Mal bei einer Wanderung vom Alpenverein dabei und wir kannten uns (fast) alle nicht.

In Ottenhöfen angekommen, ging es erst einmal ein wenig durch den Ort. Doch schon bald waren wir auf einem schmalen Pfad im Wald und erklommen einen kleinen Berg namens Eichkopf. Es nieselte ein bisschen, doch das machte keinem von uns etwas aus. Ein Stückchen weiter durften wir die Edelfrauengrab – Wasserfälle bewundern. Wir fragten uns, wie der Name der Wasserfälle wohl entstanden sei. Eine der Mitwanderinnen erfand schnell eine passende Sage: Bei der Hexenprobe im Mittelalter wurden die Frauen den Wasserfall hinuntergestoßen. Die Hexen ertranken schon gleich im Wasser, die edlen Frauen überlebten aber wahrscheinlich auch nicht…

Weiter ging´s in flottem Tempo, immer den Berg rauf . Insgesamt 700 Höhenmeter. Doch bei netten Gesprächen merkten wir die Steigung kaum. Nach einer verfrühten Mittagsrast erreichten wir dann den Karlruher Grat, der angeblich so genannt wird, weil hier so viele Karlsruher Wanderer schon abgestürzt sind. Doch für uns geübte Pfälzer war die kleine Kraxeltour über die Felsen kein Problem. Leider hatten wir nicht viel Zeit, die schönen Tiefblicke ins Tal zu genießen. Denn wir wollten ungern von der großen Horde Jugendlicher eingeholt werden, die wir auf dem Weg zuvor überholt hatten.

Dafür gönnten wir uns anschließend eine ausgiebige Pause mit Kaffee, Saft, Kakao und riesigen Kuchenstücken auf dem Balkon eines Gasthofs. Während wir es uns gut gehen ließen, regnete es kräftig. Doch pünktlich zum Weiterwandern hörte der Regen wieder auf.

Ab nun ging´s im schnellen Schritt nur noch bergab. Vorbei an einem Aussichtspunkt mit phantatischem Weitblick übers Rheintal (leider etwas getrübt vom diesigen Wetter), vorbei an leckeren Birnen und Pflaumen und den für diesen Weg typischen Rastplätzen mit gekühlten Getränken zum Selbstbedienen. Am Schluss des Weges hatten wir noch etwas Zeit zum Rumbummeln und gönnten uns eine Schorle am Rastplatz, bevor wir wieder in den Zug Richtung Heimat stiegen. Als wir im Zug saßen fing es übrigens wieder an zu regnen…

Alles in allem war es ein sehr schöner und gelungener Tag. Vielen Dank nochmals an unsere Wanderführerin Julia!!

Text: Gesine Kallmeier