Teilnehmerzahl: 6 plus Führer

Bei bestem Bergwetter, trocken und über 30°C, starten sechs Teilnehmer in Landau nach Mittenwald, wo noch eine Teilnehmerin zu uns stößt. Wir wollen die permanenten Staus am Fernpass umgehen und fahren über München, haben jedoch am Autobahnende vor Garmisch auch eine Std. Wartezeit…

Vom Parkplatz zwischen den Kasernen starten wir zur Hochlandhütte, 1630 m. Die angegebenen 2.45 Std. Gehzeit schöpfen wir voll aus. Der Weg ist zwar nicht so lang, aber steil und vieeeele Treppenstufen. Die Hütte ist klein, eng, voll belegt und hat Wassermangel. Zum Abendessen hatten wir die Wahl zwischen Nudeln mit Tomatensauce und Erbseneintopf mit „Wurstspuren“. 4,2 km,674 Höhenmeter.

Am nächsten Tag, Sonntag, starten wir um 08.00 Uhr über den Wörnersattel zur Krinner-Kofler Hütte(1420m). Wir mussten die Hütte bis 08.30 Uhr verlassen haben, da die Vorbereitungen für eine Bergmesse um 13.00 Uhr begannen, zu der etwa 1000 Teilnehmer erwartet wurden. Der Aufstieg zum Sattel ist unproblematisch, der Abstieg zur Krinner-Kofler Hütte geht zu 2/3 über ein unangenehmes Schotter-/Geröllfeld. Wir erreichen sie nach gut 4 Std. Anstieg 360 m, Abstieg 590 m. Die Hütte ist eine neue Selbstversorgerhütte, 20 m daneben liegt die Vereinaalm, eine preiswerte, gut bewirtschaftete Alm mit einer jedoch „schmalen“ Speisekarte. Kein Handyempfang.

Bei sehr gutem Bergwetter brechen wir am nächsten Tag zur Soiernhütte (1630 m) auf. Für den Abend sind Gewitter und Regen gemeldet. Schöner Anstieg zur Jägersruh und Abstieg zur idyllisch gelegenen Soiernhütte (umgebautes Jagdschloss der bayrischen Könige) mit ihren beiden kleinen Seen. Gute Küche, Hütte zu 2/3 belegt. 5 ½ Std., Aufstieg: 620, Abstieg 400m. Auch kein Handyempfang

Nachts kommt dann das Gewitter und der Regen, Berge und Hütte in Wolken. Die geplante Soiernspitze, 2260m, müssen wir abhaken, auch andere Gipfel sind bei Regen, nassem Fels und schmierigen Wegen für eine Gruppe zu riskant.

So brachen wir die Tour einen Tag früher ab. Bis Krün, wo eine Busverbindung nach Mittenwald besteht, brauchen wir 3 ½ Std, davon 2 ½ Std. im Regen. Auf den geplanten Lakaiensteig müssen wir verzichten und ins Tal ab- und zur Fischbachalm wieder aufsteigen. Etwas über 10 km Marschweg, 150m Auf- und ca. 900m Abstieg.

Schade, dass wir bei unserer Tour den einzigen Regentag während einer Trockenperiode von sechs Wochen erwischen. Danke an alle Teilnehmer (62 – 81 Jahre) für die Harmonie und das Durchhaltevermögen.

Bericht: Wolfgang Herz