„Sagenhafte Tage in der Pfalz“

Am Donnerstag, dem 17. Mai trafen sich 9 Geister am Haus des Gastes in Dahn, um auf dem Sagenweg den Mythen und Legenden aus längst vergangenen Tagen zu folgen und zu lauschen. Bei den noch kühlen Temperaturen an diesem Morgen wurde es uns hoch zum Jungfernsprung schnell warm. Nachdem wir die Sage der Köhlerstochter Rösel gelauscht hatten folgten wir dem blauen Geist zur Burgruine „Neudahn“ und dann vorbei an Braut und Bräutigam. Danach ging es hoch auf den Wachtfelsen und wieder zum Haus des Gastes, wo wir unsere zurückgelassenen Rucksäcke schulterten.

Vom blauen Geist geleitet wanderten wir weiter zur Burg Altdahn, vorbei an Erfweiler, Schindhard und Busenberg Richtung Drachenfels, um dort in der Drachenfelshütte einzukehren.

Frisch gestärkt geisterten wir weiter bis zur Kapelle „St. Gertraud“, wo die nächste Sage schon auf uns wartete. Wie die gläubige Familie in der Sage, blieben auch wir von Blitz und Donner verschont und konnten uns bei schönstem Wetter auf unsere „geistreichen“ Gespräche über Hochsitze und sonstige Geschäftsideen konzentrieren.

Später verließen wir den Sagenweg um zu unserm Quartier, dem Beethof, der etwas abseits vom Sagenweg liegt, zu gelangen. Nach so vielen Sagen und Mythen wurde sich jetzt erst einmal um das leibliche Wohl gekümmert. Nach 37km und ca.1300hm machten wir es uns, frisch gestärkt, geduscht und mit der Aussicht auf ein bequemes Nachtlager noch im Gemeinschaftsraum bequem.

Nachdem der Geist des Weines und noch andere Flaschengeister vertrieben waren, kehrte „Ruhe“ im Schlafgemach ein. Das nächtliche Rascheln, welches hier und da zu vernehmen war, kam dann wohl vom blauen Geist.

Nach einem ausgiebigen Frühstück ging es am nächsten Morgen Richtung Erlenbach zur Burg Berwartstein. Die geplante Burgführung fiel jedoch aus. Der Burgherr hatte wohl verschlafen oder uns einfach vergessen. So machten wir uns, unverrichteter Dinge wieder auf den Weg. Vorbei am Heidenfelsen und den Fladensteinen bei Bärenbach ging es weiter nach Nothweiler.

Dort nutzen wir die gewonnene Zeit der wegen der ausgefallenen Burgführung um es uns bei einer genießerischen Pause mit Kaffee, Kuchen und Eis gut gehen zu lassen. Danach trennte sich die Gruppe. Zwei von uns fuhren direkt nach Schönau, erledigten die Einkäufe für das gemeinsame Frühstück am nächsten Tag und bezogen schon einmal die Ferienwohnung. Der Rest der Gruppe begab sich auf eine vom Geist geführte Burgentour.

Diese führte uns zur Burgruine Wegelnburg, dann ging es über die Ruine Hohenburg zur Ruine Loewenstein und weiter zur Burg Fleckenstein. Nach soviel alten Steinen und Sagen legten wir eine Rast am Bistro Fleckenstein ein. Erholt und gestärkt folgten wir dem blauen Geist nach Schönau, wo auch wir die Ferienwohnung in Beschlag nahmen. Frisch geduscht machten wir uns auf den Weg zum Landgasthof Mischler um unser Abendessen zu genießen.

Am nächsten Morgen ging es nach unserem selbst gestaltetem Frühstück gleich wieder bergauf Richtung Ruine Blumenstein, Maimount, dem Opfertisch und dann zur Ruine Wasigenstein.

Nach einer kurzen Rast in Petersbächel folgten wir dem Geist am Pfälzer Woog und Lindelskopf vorbei zum Saarbacher Hammer und von dort aus nach Fischbach. Gegessen wurde an diesem Abend im Pfälzer Eck. Dort hörten wir keine Sage sondern lauschten der spitzen Zunge der Bedienung. Nach anfänglichen Schwierigkeiten konnten wir hier sogar das Fußballspiel sehen und wenigstens der Notlösung „Pressluftschuppen“ entgehen. Die Nacht verbrachten wir in der Wappenschmiede direkt am Biosphärenhaus.

Sonntag ging es nach dem Frühstück auf dem Sagenweg zum Cristkindelfelsen und weiter nach Rumbach, wo wir eine länger Mittagspause einlegten.

Am Schützenfelsen vorbei führte uns der blaue Geist noch bis nach Bruchweiler.

Dort endet offiziell der Sagenweg.

Wir schlugen nun, von allen guten Geistern verlassen, den Weg, an der Wieslauter entlang, nach Dahn ein. Dort liefen wir, nach insgesamt 110km und 3300 Höhenmetern, gemeinsam ein. Im Haus des Gastes ließen wir uns mit Eisbechern und Kuchen verwöhnen um später dann in Richtung Heimat „abzutauchen“.

Wer hat’s gemacht? Wir haben´s gemacht!!

Inge Löhle