Tourdaten: von Franz-Senn-Hütte 2.142m zum Aperer Turm 2.965m, Länge 6,5 km, Aufstieg 877m Dauer 3.30h

Zusammen mit einer etwas schnelleren Gruppe (Wanderführer Carsten/15 Personen) starten wir (Wanderführer Stefan/9 Personen) um 8.30 Uhr von der Franz-Senn-Hütte. Im Gegensatz zum nassen Vortag ist herrliches Wanderwetter: die Sonne scheint, der Himmel ist klar und die Luft kalt. Um uns herum sind heute die Bergspitzen zu sehen, zum Teil mit Eis und Schnee bedeckt. Zunächst führt uns der Weg ca. 1 Stunde durch das breite Tal entlang eines Gletscherbaches in Richtung Alpeiner Ferner.

Nach einer kurzen Trinkpause am Talende geht es auf gut markiertem Wanderweg in einer nordwestlichen Rechtsschleife steil bergan, vorbei an einem Wasserfall und Schneefeldern. Auf einem Schneefeld erkennen wir von weitem eine 14köpfige Seilschaft – unsere Hochtourengeher! Nach vielen Serpentinen, einem kleinen Gratweg und einem längeren Stück markiertem Blockwerk gelangen wir – teilweise schon ein wenig müde – gegen Mittag auf ca. 2.800 m Höhe an einen kleinen See.

Die schnellere Gruppe können wir von hier aus gut erkennen. Sie ist schon fast auf dem Gipfel des Aperer Turms angekommen. Ihre Konturen und die Farben ihrer Jacken zeichnen sich deutlich gegenüber dem blauen Himmel ab – ein schönes Bild! Drei von unserer Gruppe bleiben am See zurück, fotografieren die Alpenflora und ruhen sich aus. Die anderen wagen mit der Hilfe von Stefan und Hans „wir bringen euch rauf und auch heil wieder runter“ den Aufstieg zum Gipfel.

Der Weg führt weiter steil bergan über Blockwerk, einem kurzen Stück ausgesetzten Pfad zu einer Scharte. Hier sind Fixseile angebracht, die den Übergang zum Gipfel ermöglichen. Auf dem geräumigen Gipfel hat man eine wunderschöne Aussicht auf die umliegende Gletscherwelt, die nun beide Gruppen gemeinsam genießen.

Der Abstieg erfolgt auf der gleichen Route. Am Gletschersee wieder angekommen, treffen wir gegen 13.3o Uhr nun auch auf die Hochtourengeher, die jetzt noch zum Aperer Turm wollen.

Weiter geht es für uns auf dem gleichen Weg wieder zurück zur Franz-Senn-Hütte. Die letzten treffen gegen 16.30 Uhr zufrieden und glücklich über den wunderschönen Wandertag – auch dank der fürsorglichen Betreuung durch Stefan und Hans – dort ein.

Monika und Helmut Kohr