INTRO

Vorab möchte ich sagen, dass ich manchmal zu Hyperbeln neige wenn mir etwas besonders gefällt. Doch diese Landschaft und dieses Klettergebiet haben es verdient, besonders hervorgehoben zu werden. Ohne auch nur ein Fahrzeug zu bewegen hat man hier die schönsten Klettergebiete direkt vor seinem Zelt. Eingerahmt von einer beeindruckenden Natur und unter vielen gleichgesinnten Menschen die alle klettern und bergsteigen wollen. Man findet hier das einfache Leben, und erkennt dabei wie wenig der Mensch braucht um Freude und Glück zu empfinden. Wie herrlich ein Sonnenaufgang sein kann den man mit Gleichgesinnten auf dem Weg zur Kletterwand erleben darf, und wie schön doch das Gefühl ist wenn man den Gipfel erklommen oder die Wand bezwungen hat. Ja schön war es, sogar sehr schön so werden meine Worte ausfallen wenn man mich danach fragt. Dank und Respekt möchte ich jenen zollen die dieses Camp ermöglicht haben und Ihnen sei gesagt, wenn Ihr nächstes Jahr nicht mitkommt, dann nehme ich meine ebenso begeisterte Frau und fahre mit Ihr alleine da hin.

Gruß aus Hääschde

Georges Glaser

Ganz gleich welchen Weg man nimmt, ob über den herrlichen Col du Galibier oder über die Italienische Seite, es ist ein Ritt. Ein Segen für all diejenigen, die eine mobile Übernachtungsmöglichkeit, sprich Bus haben, und somit die Möglichkeit die Strecke auf zwei Tagesetappen aufzuteilen. Es bleibt die Hoffnung bei all diejenigen die an einem Tag durch brummen, dass es keinen Stau, keine unerwarteten Umleitungen, dafür aber Beifahrer mit stundenlanger aufmerksamer Alleinunterhalter–Qualität gibt.

Endlich angekommen kommen wir schnell zu dem Schluss, dass es sich bei dem Ortsnamen „Ailefroide“ um wenige Häuser, einer kleinen Einkaufs- und (Fr-)essmeile und einen wunderschön gelegenen, wildromantischen, riesigen Campingplatz handelt.

Ein toller, abgeschiedener, weitläufiger Platz, mit vielen Wiesen und Bäumen, Bächen und einem Fluß, weitgehend Naturbelassen empfängt uns. Wir machen es uns auf einer großen Wiese gemütlich und sofort kommt Urlaubsfeeling auf.

Beim ersten Felskontakt steht fest: Granit ist rauh, hat Grip ohne Ende, ist fest und es macht unendlich Spaß daran zu klettern. Alleine die Wände rund um Ailefroide bieten unzählige Kletterrouten mit allem was das Klettererherz höher schlagen lässt, meistens Mehrseillängen, plaisirmäßig abgesichert, aber auch trad. Klassiker in allen Schwierigkeitsgraden.

Ohne auch nur einmal die Fahrzeuge bewegen zu müssen können wir vom Campingplatz aus unzählige beeindruckende Mehrseillängenrouten sowie mehrere Klettergärten innerhalb von 3 – 30 Minuten anlaufen. Unsere vier FÜL Werner, Michel, Karl-Peter und Christian legen sich täglich ab 7 Uhr für uns ins Zeug, damit wir erlebnisreiche, spannende, anspruchsvolle, schöne Routen klettern können – mit Erfolg! Das Wetter zeigte sich durchweg von seiner besten Seite. Die Stimmung ist hervorragend nur einmal wieder viel zu schnell … sind die Tage leider vorbei.

Andrea Adam

Meine persönlichen Highlights waren:
Der Pilier du Levant (die Ausgesetztheit, das Panorama und die abwechslungsreiche und nicht zu schwere Kletterei) und-natürlich- zum Schluß die „Ne triez pas zur l’ouvreur“ -eine wunderschöne vielseitige und (für mich) anspruchsvolle Route.

Die Teilnehmer und die Organisation: Einfach super…entspannt, nette Leute, schön auch dass wir uns auf kleine Seilschaften verteilten, weil viele Übungsleiter dabei waren.

Maria Zehrfeld